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Wednesday, December 5, 2018

Make Rojava Green Again

Make Rojava Green Again! Picture Gallery – June 2018 – Internationalist Commune

Vom Hambacher Forst nach Rojava - Klimaschutz ist global!

Eines der großen Themen in diesem politisch bewegten Jahr war der immer dringlicher werdende Klimaschutz, wie die sich häufenden Umweltkatastrophen von schweren Unwettern, Hurrikans, Überschwemmungen oder Waldbränden erneut dramatisch deutlich machten.
In Deutschland blickten alle in den Hambacher Wald, wo die unermüdlichen #Hambibleibt-Aktivist*innen den Kohlekonzern RWE mit ihren Aktionen, Baumhäusern, Besetzungen und Blockaden in die Verzweiflung trieben und treiben. Gleichzeitig schickte im September diesen Jahres eine Aktivistin, die sich lange im Widerstand im Hambacher Forst befand und mittlerweile in Rojava lebt, einen die nur scheinbar weit entfernten Kämpfe verbindenden Solidaritätsbrief aus Rojava, der auf der Webseite der kurdischen Nachrichtenagentur ANF nachzulesen ist:
Initiativen wie #EndeGelände machen bundesweit und auch in Berlin regelmäßig mit Anti-Kohle-Protestaktionen auf den Klimaschutz aufmerksam.
Immer wieder habe ich darüber auch auf dem STYLE! IT! TAKES! Twitter-Account @magentanetzwerk berichtet, der in diesem Jahr mit über 1.300 Follower*innen eine neue persönliche Rekordmarke erreicht hat. :-)


Make Rojava Green Again - Rojava wieder grün machen

Für den ersten Teil meines fünfteiligen, säkular-atheistischen, dafür winterlich-glamourösen "Merry Xmas Charity Pin-up Calendar" und den damit verbundenen kleinen 'Spendenmarathon' habe ich mich bezüglich dieses ökologischen Themenfeldes trotz der erwähnten, erfreulich-hartnäckigen Proteste in Deutschland – doch selbstverständlich mit Blick auf die Zukunft unseres antarktisch-schönen Pin-ups und ihrer beiden Pinguine! ^.^ (siehe dazu die 'Vorderseite' dieses I. Kalenderblattes) – dennoch für eine andere Kampagne entschieden, denn letztlich ist Klimaschutz eine globale Angelegenheit und es spielt keine Rolle, wo der Klimaschutz in die eigenen Hände genommen wird.

Da ich bekanntlich seit inzwischen mehr als 4 Jahren die großartige Revolution im nordsyrischen Rojava unterstütze, ging die erste kleine Spende in Höhe von 25 € also an die dortige, gemeinsam von der "Internationalist Commune of Rojava" und dem Ökologie-Komitee des Kantons Cizîrê gestartete Kampagne "Make Rojava Green Again". Es geht zunächst unter anderem um die Wiederaufforstung der von Monokulturen und Krieg ökologisch zerstörten Region.
Der Hintergrund wird kurz in diesem Flugblatt zusammengefasst:


This same leaflet & flyer (front & back, in Colour / Black & White, various sizes)
is availabe for free download also in English, Spanish,
French to read, print and spread them!

Infos zu den aktuellen Projekten von MAKE ROJAVA GREEN AGAIN (auf Englisch)
Infos about the current projects of MAKE ROJAVA GREEN AGAIN (all in English):

☆ Planting trees ~ Support us reforesting Rojava
http://makerojavagreenagain.org/portfolio/reforestation/

☆ Reusing water ~ Help us to build a grey water and black water system!
http://makerojavagreenagain.org/portfolio/reuse-water/

☆ Harnessing wind ~ Help us constructing a wind turbine in Rojava
http://makerojavagreenagain.org/portfolio/wind-energy/



~ Impressionen ~

Make Rojava Green Again! Pictures gallery – April 2018 – Co-operation in Mesopotamia

"Azadî ji bo daran ~ Freiheit für die Bäume"
Make Rojava Green Again (MRGA) preparing plants & trees to be planted in Rojava,
the autonomous Democratic Federation Northern Syria


Independent newspaper article: Why we’re planting trees in northern Syria

Rojava 2018 10 22 ~ La CNT se suma a la campaña 'Make Rojava green again' (ANF)

Rojava 2018 10 24 ~ CNT schließt sich "Make Rojava Green Again' an (ANF)


Rojava in March 2018 ~ Revolutionary Ecological Campaign #MakeRojavaGreenAgain

~ More photo galleries & infos also on the page of the Internationalist Commune ~

Internationalist Commune
Derik (al-Malikiya)
Rojava, Federation of Northern Syria
contact@makerojavagreenagain.org


Ökologische Revolution

Doch das ist nur der Anfang dieses ehrgeizigen Projektes. Letztlich geht es um nichts weniger als um eine ökologische Revolution, die entlang der unter anderem vom inhaftierten PKK-Mitbegründer Abdullah Öcalan entwickelten, stark von dem US-amerikanischen Anarcho-Ökologen Murray Bookchin beeinflussten philosophisch-praktischen Linie der revolutionären Bewegung ("Demokratischer Konföderalismus" genannt) mit Basisdemokratie und Geschlechtergleichheit einher geht. Dazu gehört auch die Entwicklung eines ökologischen Bewußtseins in der nordsyrischen Gesellschaft – weg von der kapitalistischen Wegwerf-Mentalität.

Schon kurz nach der Befreiung vieler nordsyrischer Städte und Dörfer durch die den IS vertriebenen revolutionären YPG- & YPJ-Einheiten (Kurd*innen & multiethnische Verbündete verschiedenster Religionen) wurde damit begonnen, nicht nur den Kriegsschutt zu beseitigen, sondern auch gemeinsam die Straßen, Wege, Grünflächen und Felder von Müll, aber auch von überall verstreuten Kriegsspuren wie Minen und Sprengfallen, zu befreien (siehe dazu auch meinen Blog-Artikel Die Rückkehr des zivilen Lebens in Kobanê vom Mai 2015).

So werden nicht nur alle Teile der Gesellschaft in die konkrete Verbesserung ihres Lebensumfeldes einbezogen, sondern auch ganz sinnlich das Gefühl geschärft, die eigene Umgebung nicht zu vermüllen und zu verschmutzen. Es gibt lokale Basisversammlungen, in der die Bevölkerung über die dringlichsten Probleme diskutieren und Entscheidungen treffen kann, wie sie gelöst werden sollen. Dabei geht es oft um ganz elementare Dinge wie die Wasser- und Stromversorgung, aber natürlich auch nach wie vor um den Wiederaufbau der Dörfer und Städte, die grüner werden sollen und von einer nachhaltigeren Landwirtschaft in der überwiegend ländlich geprägten Region umgeben sein sollen.

Ehrgeizige Pläne und Projekte also, aber alles, was ich mitbekomme (und ich bekomme aufgrund meiner Kontakte sehr viel mit), klingt wundervoll und ist wunderschön anzusehen – von der bereits zu großen Teilen wieder neu aufgebauten Stadt Kobanê, die nach der erbitterten Schlacht gegen den IS noch Anfang 2015 ein einziger Trümmerhaufen war, über das wunderschöne neue Parlament in Derîk oder die Pläne der im Aufbau befindlichen Universität von Rojava. Und dies alles (leider) ohne jegliche Unterstützung der reichen, westlichen Länder oder großen, globalen Hilfsorganisationen, aus eigener Kraft. Die Revolution von Rojava macht Hoffnung und Mut!


Das Buch - The Book

Internationalist Commune of Rojava: MAKE ROJAVA GREEN AGAIN
Foreword by Debbie Bookchin. UK 2018
Das ganze Buch ist wirklich wunderschön gemacht, hat außen wie innen ein recht ungewöhnliches, markantes Design mit hohem Wiedererkennungswert und ist eine wunderbare Einführung in den Themenkomplex.

Um die ehrgeizige Philosophie, die Gedanken, Visionen und Ziele der sozial-ökologischen Revolution in Rojava in der ganzen Welt zu verbreiten, haben die Genoss*innen von der "Internationalist Commune of Rojava" neben den bereits kurz vorgestellten praktischen Projekten auch noch das schöne Buch "Make Rojava Green Again" geschrieben, Debbie Bookchin (die Tochter des im letzten Kapitel erwähnten Anarcho-Ökologen Murray Bookchin) für ein Vorwort gewonnen, es wurde in England layoutet und über eine Crowdfunding-Kampagne vorfinanziert und schließlich in der Arbeiter*innen-Kooperative Calverts Ltd in East London gedruckt und jetzt über den englischen anarchistischen Verlag/Mailorder Dog Section Press (Direktbestellungen für £6.00 plus Porto/Verpackung hier: https://dogsection.bigcartel.com/product/make-rojava-green-again) weltweit vertrieben. Das ist alles in allem doch ein ziemlich kohärenter Produktionsprozess von der Kommune in Rojava bis zu den Genoss*innen in England ein Buch quasi komplett in antikapitalistischen Kollektiven zu schreiben, zu gestalten, zu drucken und zu vertreiben. Wow!

Bisher gibt es die englische Originalausgabe, aber das Buch soll sobald die Finanzierung gewährleistet ist auch in zahlreiche andere Sprachen übersetzt und vielleicht auch gedruckt werden. Alle Gewinne des Buches (und späterer Übersetzungen) gehen direkt in die Unterstützung der Arbeit der "Internationalist Commune of Rojava".
Es steht auch Online als PDF zum Lesen und Durchblättern zur Verfügung (Link wird nachgereicht).

☆
Hier könnt Ihr das wunderschöne, informative und lesenswerte
Vorwort von Debbie Bookchin lesen (auf Englisch):
☆
Here you can read the beautiful, informative
Foreword by Debbie Bookchin which is highly worth reading:

☆ "Make Rojava Green Again" by Debbie Bookchin ☆

Eine grobe, in den Revolutionsfarben gelb-rot-grün gefärbte Karte von Rojava (hier gelb dargestellt, den Farben der kurdisch-multiethnisch-alliierten Befreiungseinheiten SDF) und generell zur Lage der Demokratischen Föderation Nordsyrien, die nördlich an die Türkei und südöstlich an den Irak grenzt.
Das von den SDF, YPG & YPJ befreite Gebiet ist aber sogar noch deutlich größer und umschließt auch die ganze Region von der Mitte der Karte bis einschließlich der südlich  liegenden, eher arabisch geprägten Großstadt Raqqa und weitere, südöstliche Gebiete.
Umgekehrt ist seit Anfang 2018 der zu Rojava gehörende Kanton Afrîn (ganz links im Westen der autonomen Föderation Rojava) von Erdogan's Türkei und seinen verbündeten Dschihadisten brutal besetzt.


Rojava in Berlin

Die revolutionäre Fahne von Rojava in Berlin-Kreuzberg
am Ende der Demo gegen das PKK-Verbot am 1. Dezember 2018
Da nicht nur kurdisch-türkische PKK-Fahnen, sondern sogar die in Berlin längst durchgesetzten und wieder erlaubten Fahnen der nordsyrischen YPG & YPJ von der Polizei im Kontext mit der Demo verboten wurden, schrieb ich dazu auf Twitter:

"Für eine PKK-Fahne hat das Geld leider nicht gereicht,
meine YPJ-Fahne durfte ich ja nicht tragen (bin immernoch grummelig deshalb),
also eine Fahne für alle - EINE FAHNE FÜR ROJAVA!
Die hat mir ein kleines kurdisches Mädchen geschenkt!
😃
#WegmitdemPKKVerbot"
Snapshot by

So war es dann trotz allem doch noch eine gute Demo, für die ich sogar extra in Rojava-Grün gekommen bin. Dazu außerdem meine schon obligatorische rosa Kirschblüte (hier nur bei genauem Hinsehen zu entdeckende Haarblume links oben)
– ohne die gehe ich auf keine kurdische Demo!
(^.^)
🌸


Zur schwankenden Weltkugel

Buchladen zur schwankenden Weltkugel, Kastanienallee 85, Prenzlauer Berg

Nach der beliebten Devise "Think global - act local" habe ich ergänzend zu meiner Überweisung beschlossen, mir zur Unterstützung meiner Genoss*innen aus der englischen Kurdistan-Solidarität die Buchausgabe von "Make Rojava Green Again" in meinem linken Berliner Lieblingsbuchladen mit dem zum Ökologie-Thema passenden, lustigen Namen Zur schwankenden Weltkugel im ex-besetzten Haus in der Kastanienallee in Prenzlauer Berg zu besorgen. Der als Kollektiv geführte Buchladen wurde 2002 als zweiter Laden des Schwarze Risse Buchladen-Kollektivs eröffnet, seit der Teilung des Kollektivs im April 2012 trägt er seinen neuen Namen.

Zu meiner Überraschung hatten sie das gesuchte Buch aber nicht und kannten es auch noch gar nicht. Wahrscheinlich stecke ich so tief im Thema, dass ich dachte, die ganze Welt spricht über dieses Buch, über dessen Veröffentlichung ich schon so oft auf Twitter berichtet habe. (^.^)
Offenbar haben auch noch keine meiner Genoss*innen aus der Kurdistan-Solidarität eine Kiste zum Weiterverkauf auf Kommission vorbeigebracht, wie es zum Beispiel Zeitschriftenkollektive (ich kaufe dort z. B. immer meine linke Lieblingszeitung wildcat), Gruppen und Herausgeber*innen von Broschüren, die es am Kiosk nicht zu kaufen gibt, machen, denn die Weltkugel ist auch Drehscheibe für Flugblätter, Infomaterial, Plakate und Bustickets zur nächsten Demo.

Die supernette Buchhändlerin ließ sich also von mir aufklären und wir schauten uns gemeinsam die Kampagnen-Webseite an. Dann rief sie sogar die Kolleg*innen bei Schwarze Risse in Kreuzberg an, und auch die hatten noch nicht davon gehört.
Und jetzt haben wir vereinbart, dass die schwankende Weltkugel das Buch für mich in England bestellt (es wird wie schon erwähnt über den linken englischen Vertrieb Dog Section Press verbreitet), aber nicht nur für mich, sondern gleich mehrere Exemplare! Ist das nicht wundervoll?
Ich bekomme Bescheid, sobald die Bücher eingetroffen sind und werde Euch dann ebenfalls hier und auf Twitter Bescheid geben, dass Ihr das Buch jetzt auch im zu Unrecht 'verrufenen' schönen Prenzlauer Berg bekommen könnt (ein bisschen Kiezpatriotismus wird mir hoffentlich zugestanden, denn ich lebe gerne hier).
Denn je mehr der Bücher verkauft werden, desto wahrscheinlicher wird die Finanzierung einer Ausgabe in anderen Sprachen gewährleistet.
Und es ist natürlich auch ein prima Weihnachtsgeschenk für politisch interessierte Menschen (wer es eilig hat, die Online-Bestellmöglichkeit bei Dog Section Press habe ich ja schon verlinkt).

Und nach Eurem Buchladen-Besuch könnt Ihr dann entweder im direkt nebenan liegenden Café Morgenrot oder – mein Tipp – im unweit entfernten, ebenfalls linken Kneipenkollektiv Kultur- & Schankwirtschaft BAIZ (in der Schönhauser Allee 26A / Ecke Wörther Str., 10435 Berlin), die immer mehr zu meiner Stammkneipe mutiert, was Trinken gehen. Ja, ich mache jetzt hier mal ein bisschen Werbung für meinen Kiez und seine Wunderbarkeiten!


Buchladen zur schwankenden Weltkugel
Kastanienallee 85
10435 Berlin
Öffnungszeiten
Montag - Freitag 11.00 Uhr - 19.00 Uhr
Samstag 11.30 - 18.00 Uhr
Telefon: 030 4409158
E-Mail: info@buchladen-weltkugel.de


Photo via www.kollektiv-betriebe.org


Spenden * Donating

Für alle, die vielleicht auch eine Kleinigkeit an das Projekt "Make Rojava Green Again" spenden wollen, hier noch einmal die Bankverbindung, dann könnt Ihr sie per Copy & Paste in ein Formular eingeben:



Kontoinhaber: Xarxa Autogestió Social SCCL
IBAN: ES43 1491 0001 2420 8685 5729
BIC/SWIFT: TRIOESMMXXX
Bank: Triodos Bank (Spanien/Spain)
Überweisungszweck / Payment reference: deposit P3NIA

* Bitte den Überweisungszweck genauso angeben
* Please use exactly this payment reference




Rosa Grüße aus Berlin! * Pink Greetings from Berlin!

Auch in Rojava mögen Menschen rosa:
noch unfertiges Wandbild in einem Jugendzentrum in der Nähe der Stadt Amude (Cizîrê Kanton, Rojava)
"Jin, Jiyan, Azadi" ist eine kurdische Parole und bedeutet "Frauen, Leben, Freiheit"!
~*~*~*~*~
Mural in a youth centre near the city of Amude in #Rojava
created by members of the Internationalist Commune
"Jin, Jiyan, Azadi" is a Kurdish slogan meaning "Women, Life, Freedom"!

Während ich also noch auf mein Buch warte und mich darauf freue, das dann frisch erstandene Stück an hoffentlich ruhigen Wintertagen zu lesen, und hoffe, dass meine kleine Spende noch heile in Rojava ankommt, bevor Erdogan wieder alles in Schutt und Asche legt, was mühevoll und mit viel Liebe aufgebaut wurde, wünsche ich den Freund*innen in Rojava weiterhin viel Kraft, Optimismus & Erfolg und verabschiede mich für heute von Euch.

Weiter geht es hier mit dem II. und III. Kalenderblatt und damit auch den nächsten beiden Soli-Spenden. An wen die gingen, erfahrt Ihr ebenfalls hier im Blog.

Kussi
xxx
🌸🌸🌸
Eure Magenta

STYLE! IT! TAKES! Twitter-Account
Magenta Netzwerk @magentanetzwerk

Link zur Vorderseite des ersten Teils meines * Link to the front page of the first part of my


~ I ~

Thursday, July 30, 2015

3qm Berlin - Ein Zaubergarten


"But (s)he who dares not grasp the thorn / Should never crave the rose."
~ Anne Brontë ~

Wenn sich Berlin nun endlich anschickt, wieder in den sozialen Wohnungsneubau einzusteigen, gehört ein Gemeinschaftsgarten oder ein Balkon pro Wohnung meiner Meinung nach schon fast zu den unabdingbaren Grundrechten, wie schon die visionären (nicht nur Berliner) Architekten des Neuen Bauens (Neue Sachlichkeit) der 1920er und frühen 1930er Jahre Walter Gropius oder der auch in meiner Wohngegend wundervoll umtriebige Bruno Taut ganz richtig erkannt hatten.

Ich habe die mir zur Verfügung stehenden drei Quadratmeter in einem ähnlichen Wohnhaus in einen kleinen Zaubergarten verwandelt, in dem (außer Bäumen) auf kleinem Raum alles versammelt ist, was ich auch gerne in meinem Garten hätte: Blumen, Kräutergarten, Gemüsegarten, Teich, Skulpturen, Tierchen.

Wer es nicht kennt, mag's kaum glauben, wer's kennt, weiß, dass mein 'Balkonien' fast zu jeder Jahreszeit eine Reise wert ist. ;-)

3 square meters of Berlin - a magic garden

Now when the city of Berlin gladly re-starts building social (public) housing again, in my view a collective garden or a balcony for each flat should be something like a fundamental human right, as already the (not only Berlin-based) visionary architects of the New Objectivity (Neue Sachlichkeit / Neues Bauen) of the 1920s and early 1930s like Walter Gropius or Bruno Taut (the latter being wonderfully active also in my living area) had seen quite clearly.

I have turned my three square meters in a similar house into a little magic garden, in which (beside trees) everything I'd also love to have in my garden is gathered in short space:
flowers, herbary, vegetable garden, pond, sculptures, small animals.

Those who don't know it, might not believe it, the ones who know it know that my 'balconia' is worth a journey at about every season. ;-)

Though I haven't translated the whole of this post, here are beautiful impressions from my balcony with English chapter headings and translated subtitles of the photos and the plants I grow on it. ♥


Mehr als rote Rosen
More than red roses

 
Füllhorn (ein Symbol des Glückes) mit Lila Glockenblumen (Campanula)
Cornucopia (Horn of Plenty, a symbol of luck) with Purple Bellflowers (Campanula)
*
Blühende rote Rosen im Sonnenlicht
Blooming red roses in the sunlight

Die meisten meiner Blumen habe ich in den (manchmal zu) sonnigen Außenkästen zur Straße hin, die Besetzung wechselt je nach Jahreszeit. Im Frühjahr meist vor allem Zwiebelblumen wie blaue und rosa Hyazinthen (Hyacinthus) (gleichzeitig wachsen drum herum ausgesäte Kornblumen an), im Sommer blühen dann in allen Kästen meine zahllosen Kornblumen, dazwischen habe ich je nach Laune immer wieder neue Abwechslung, ob Sonnenblumen, Vergissmeinnicht (Forget-me-not, Myosotis sylvatica), weiße oder rosa Margeriten (Ox-eye daisy, Leucanthemum vulgare) oder hübsche Bartnelken (Photo unten / below).

Dunkelrosa Bartnelken (Dianthus barbatus) mit weißem Glorienschein (Halo)
Pink Sweet William (Dianthus barbatus) with white halo

Zentrum meines 'blumigen Schaffens' sind und bleiben aber neben den roten Rosen meine Lieblingsblumen, die blauen, teils auch rosanen, violetten und weißen Kornblumen (Centaurea cyanus). Es sind die einzigen Blumen, die ich per Samen aussäe, da das rasche Wachstum bei einer einheimischen Pflanze auch ohne Düngen und sonstige Anstrengungen wunderbar funktioniert. ♥

   
Meine blühenden Kornblumen (Centaurea cyanus) in einem Außenbalkonkasten
My blooming Cornflowers (Centaurea cyanus) in a flower box to the outside of the balcony

 
Weiße & rosa Kornblumen / White & pink Cornflowers
Rosa Margeriten / Pink Ox-eye Daisy (Leucanthemum vulgare)


Der Kräutergarten der Venus
The Herbary of Venus

Wuchernde Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) & die Schönheits- und Liebesgöttin Venus
Ranking Indian Cress (Tropaeolum majus) & the beauty & love goddess Venus

Mein bestens ausgestatteter Kräutergarten erstreckt sich kaskadenförmig über drei Ebenen vom Fensterbrett meines Arbeitszimmers zum Balkonboden. Ganz oben mein Lieblings'kraut', ein ganzer Kasten voller Dill. Dazwischen pflanze ich Borretsch (wegen des Geschmacks auch Gurkenkraut genannt), dessen blaue sternförmige Blüten eine Augenweide sind. Beides passt prima zu Salaten, Dill auch perfekt zu Eiern und Fisch. Die zarten gelben Dill-Blüten (hier noch nicht im Bild) sind das Allerleckerste, was ein Kräutergarten bieten kann.

Dill (Anethum graveolens) & blühender Borretsch (Borago officinalis)
Dill (Anethum graveolens) & blooming Borage (or Starflower) (Borago officinalis)

Dann geht es weiter mit einem weiteren, sonnigen Blumenkasten mit der Kapuzinerkresse und den mediterranen Kräutern Rosmarin (Rosmarinus officinalis), Thymian (Thymus) und Salbei (Salvia) und davor eine hängende, verzierte Schale mit Lavendel (alle ohne Abbildung).
*
Right below the box with Dill & Borage comes a further, sunny windowbox with the Indian Cress and the mediterrean herbs Rosemary (Rosmarinus officinalis), Thyme (Thymus) and Sage (Salvia), and in front of it a hanging jardinière with Lavender (all without pic).

In dieser antik anmutenden hängenden Halbschale
wächst mein Lavendel (Lavandula angustifolia),
damit Venus auch was wundervolles zu riechen hat! (^.^)
*
My Lavender (Lavandula angustifolia) is growing In this antique hanging jardinière,
so that Venus has got something beautfiful to smell! (^.^)

Wer Freude an Kräutern hat, sollte sich wie bei allen anderen Pflanzen über ihre Vorlieben informieren. Was gehört eher in die Sonne, was in den (Halb-) Schatten? Viele Kräuter gedeihen außerdem besonders gut in Gesellschaft neben bestimmten anderen, deshalb sind meine gewählten Anordnungen alles andere als zufällig. Gute Erfahrungen habe ich zum Beispiel auch mit dieser Kombination auf dem etwas schattigeren Balkonboden zu Füßen der Venus gemacht:

Three long plant boxes are standing below at the floor of the balcony

Hinterste Reihe / Last row:
Estragon / Tarragon (Artemisia dracunculus), Liebstöckel / Lovage (Levisticum officinale) &
Zitronenmelisse / Lemon balm (Melissa officinalis)
(hier gerade nicht zu sehen / right now not to be seen here)

Mittlere Reihe / Middle:
Schnittlauch / Chives (Allium schoenoprasum), Petersilie / Parsley (Petroselinum crispum) &
Basilikum / Basil (Ocimum basilicum)

Vorderer Kasten / Plant box in the front: 
Erdbeeren / Strawberries


Liebstöckel, blühender Schnittlauch & blühende Erdbeere
Lovage, blooming Chives & blooming Strawberry


Offenes Gewächshaus
Open Greenhouse

Flache Schälchen mit jungem Rucola (Salatrauke / Garten-Senfrauke) (Eruca vesicaria) &
jungem Lollo Rosso Salat (Lactuca sativa)
*
Flat little pots with young salad rocket (Eruca sativa) &
young Lollo Rossa lettuce (Lactuca sativa)

Für ein Gewächshaus ist leider kein Platz und es würde auch aus ästhetischen Gründen nicht passen, daher ist die Gemüseauswahl beschränkter als mir sonst lieb wäre. Was auch auf kleinem Raum gut geht: Salat (vor allem Rucola, Feldsalat, aber auch Lollo Rosso o. ä.), Tomaten und grüne Bohnen.
  Kirschtomaten: Nicht immer ist die Ausbeute so bombastisch, aber dieses Jahr ist ein gutes Tomaten-Jahr! :-)
Cherry Tomatoes: Not always such a bombastic outcome, but this year is a good year for tomatoes! :-)
*
Grüne Gartenbohne (Buschbohne) / Green Garden Bean (Haricot Bean) (Phaseolus vulgaris)

Kresse (Lepidium sativum) geht sowieso immer, die züchte ich aber ganzjährig in einem kleinen flachen Töpfen in der Küche am Fenster – sogar im Januar! Ist nach Aussaat schon in ca. einer Woche erntereif und dann geht das Spielchen von vorne los...

Cress (Lepidium sativum) is always working easily, too, but I grow it during the whole year (even in January!) in a small flat pot at the kitchen window. Takes just about a week to be ready for harvesting –and then the little game can start again...


Dschungel in Berlin
Jungle in Berlin

 
Blühender Borretsch 
(die Blüten sind nicht nur wunderschön, sie lassen sich auch zum Dekorieren von Salaten,
Gerichten oder Eiswürfeln nutzen, sind essbar und können auch kandiert (!) werden)

Noch mehr Borretsch, hier vor meinem Fenster zum Balkon:

Even more blooming Borage (Starflower), here in front of the window to my balcony
(the blossoms are not only very beautiful, you also can use them for decorating salads, meals or ice cubes,
they are edible and also can be candied (!))


Schattengewächse
oder:
Wald ohne Bäume

Shade Dwellers or: Wood without Trees

 
Blühender Waldmeister (Galium odoratum) im schattigen Hängekasten,
ein herrlich duftendes Labkraut aus den Laubwäldern Eurasiens
Blooming Woodruff in a shady hanging planter box,
a type of bedstraw from the broadleaf forests of Eurasia with a marvelous scent

*
Blühende Golderdbeere (Waldsteinia fragarioides) - eine Zierpflanze aus den Wäldern Nordamerikas
Blooming Barren strawberry (Waldsteinia fragarioides) - a decorative plant from the woods of North America

Rosenstrauch mit Hagebutten und mein Mini-Teich
Rosebush with rosehips and my mini pond


Reflektionen im japanischen Nymphenteich
Reflections in the Japanese Nymph Pond

Rose leaves, waterplants and garden reflections in my mini pond

Mein 'Nymphenteich' ist eigentlich ein viereckiger, anthrazitfarbener Kübel von nur 40 x 40 x 40 cm Größe, in dem weder Fische schwimmen (viel zu eng & nachts viel zu kalt) noch Seerosen. Im Sommer befinden sich lediglich ein paar kümmerliche Reste von überschüssigen Aquarienpflanzen darin (Aquarienpflanzen sind generell oft erstaunlich empfindlich & teuer), seit letztem Jahr noch eine Wasserhyazinthe (Hechtkraut / Pickerelweed, Pontederia cordata), die ihre grünen Stengel & Blätter aus dem Wasser ragen lässt und sogar den Winter halbwegs überstanden hat. Ihre wunderschönen, lilafarbenen Blüten hat sie dieses Jahr allerdings leider (noch) nicht gezeigt.

Doch die schimmernde, reflektierende Wasseroberfläche ist eine Freude an sich, der Mini-Teich funktioniert als Vogeltränke und die Pflanzen kommen von ganz allein. Und zwar nicht nur von unten, aus dem Wasser, sondern von oben. Besonders schön im Herbst, wenn auch auf meinem Balkon die Blätter fallen (die Rosen machen das netterweise schon den ganzen Sommer über, wie die Bilder zeigen). Von der anderen Seite recken meine Kürbispflanzen ihre Fühler Richtung Wasser und werfen ihre lustigen Tentakeln aus (nur wenn sie andere Pflanzen wie die Wasserhyazinthe, den Waldmeister oder die Rose 'angreifen', gebiete ich Einhalt, weil der Kürbis sonst alles 'erstickt').

Das mit den Nymphen ist freilich so eine Sache. Wahrscheinlich ist der Zauberteich dann doch zu klein. (^.^)

   
Nature in my 40 cm mini pond comes both from the inside and outside...


Der kleinste Zoo Berlins
The Smallest Zoo of Berlin

Ich gebe zu, der Balkon kann bezüglich Artenvielfalt weder mit dem Tierpark noch mit dem Zoo Berlin mithalten, aber immerhin habe ich höchst selten Probleme mit unerwünschten Schädlingen wie Blattläusen oder Weißen Fliegen. Ich vermute, die Pflanzenvielfalt gefällt ihnen nicht, denn viele dieser lästigen Biester mögen bestimmte Pflanzen nicht, Blattläuse zum Beispiel keinen Lavendel. So halte ich sogar Ameisen und anderes fern (unaufdringlichen Spinnen, kleinen 'Tausendfüßlern' und ggf. Regenwürmern kann übrigens ruhig Obdach gewährt werden, die sind durchaus nützlich und stören nicht).

Tagpfauenauge (Aglais io) am Fenster und auf meiner Balkonwand
Peacock Butterfly (Aglais io) at the window and on my balcony wall

Stattdessen kann ich mich an putzigen Tierchen erfreuen, die keinen Ärger machen und mir ein Lächeln ins Gesicht treiben: süße Hummeln (weit häufiger als Bienen; Wespen erfreulicherweise praktisch nie), Schmetterlinge und Vögel lieben meinen Balkon. Gesehen wurden schon allerhand Tag- und Nachtfalter (ab und an inklusive gefräßiger Raupen, das ist dann der Zeitpunkt, ihnen samt Blatt im Grünen eine neue Heimat zu geben!) wie Kleiner Fuchs oder Tagpfauenauge, Marienkäfer und kleine Heuschrecken (oder heißen die dann 'Heuschreckchen'?), Kohl- und Blaumeisen, Spatzen, Finken, Elstern und Amseln... vor allem die Meisen lieben es, im Spätsommer und Herbst frühmorgens die verblühten Kornblumen auszupicken... ;-) Sweet!

♪ I just can't get enough... I just can't get enough... ♪

Vögel lieben meine Kornblumen genauso wie ich!
Birds love my cornflowers as much as I do!
♥

PS:

Die Tagpfauenaugen entstammen übrigens der zoologischen Familie der Nymphalidae (Edelfalter), womit die Nymphen dann doch noch Einzug in meinen kleinen Zaubergarten erhalten haben... (^.^)
Und zum Abschluss noch eine Vorstellung davon, was mit meinem Teich passiert, wenn ich meinen Kürbispflanzen nicht mit Nachdruck zeige, wo sie hinwachsen sollen (nach oben nämlich!)...

P.S. (English):

In the chapter "Reflections in the Japanese Nymph Pond" I suggested it might be too small to actually be attractive to Nymphs. But I found out that the Peacock Butterfly from my balcony is part of the zoological family of Nymphalidae, so regarding this, nymphs have already arrived in my small magic garden, too... (^.^) Also I complained about my pumpkin which grows everywhere and especially likes to 'attack' the plants in and around my pond. Here's what happens when I don't show the pumpkin its way to grow (upwards!)...

Oooops, wo ist der Teich? Der Kürbis greift an!
Oooops, where's the pond? The attack of the pumpkin!

Meine kleine Wunschliste:

3 Quadratmeter mehr!
♥
Him- und Brombeeren
(ich bin dran, aber irgendwie wollen sie leider beide nicht...)

My little wish list:

3 square meters more!
♥
Rasp- and Blackberries
(I stick to it, but unfortunately they both don't do what I wish them to...)


Allen urbanen Gärtner*innen einen schönen Sommer!
A beautiful summer for all the urban gardeners!
xxx
♥

Most photos have been taken between May and July, some are also from August or September last year(s) (no colour edits!). Photo Credit goes to: Style! It! Takes! Blog Berlin

Auch schön grün in diesem Blog / Other nice green posts in this blog:
Afternoon garden of STYLE! IT! TAKES! # 3 (2013)
Spring Sprouts: Die Blume des Maitranks (über Waldmeister / about Woodruff) (2013)
Garden Party (2012)

#UrbanGardening
#GreeningTheCity

Sunday, December 21, 2014

Schon Revolutionssteuer gezahlt?


In einer anderen Zeit – es war auch eine Weihnachtszeit – erzählte ein üblicherweise gut informierter Freund und Genosse (so hieß das damals!) an einem sehr schönen Abend in Kreuzberg, einst (schon damals: einst!) hätte es dort eine Revolutionssteuer gegeben. EINE WAS???
Eine Revolutionssteuer!!!

In einer Zeit, in der vor allem widerliches, reaktionäres deutsches Pack (WiReDePa, oder auch: Wir(r) rede(nd)es P.a.c.k. bzw. Wirr-Rede(n) (wie) (Urgroß-Pa)-Pa) auf sich aufmerksam macht, wirkt diese Nachricht aus einer vergangenen, wunderbaren WG-Küche bestimmt verwunderlich...

Magenta treibt Revolutionssteuer für die Menschen in Rojava (Nord-Syrien) ein
Magenta collects Revolution Tax for the people in Rojava (Northern Syria)

Die Revolutionssteuer

Emsige Aktivist*innen zogen also von Haustür zu Haustür, von WG zu Hausprojekt, von linker Anwaltskanzlei zu feministischem Buchladen, von Party zu Kneipenkollektiv und sammelten die Revolutionssteuer ein. Die Empfänger*innen der Revolutionssteuer (Nicaragua? Waffen für El Salvador? Politische Gefangene?) wurden vermutlich auf irgendeinem Hinterhof-Plenum, im Hausprojekt oder Stadtteilkollektiv oder auf einer Vollversammlung ausdiskutiert, erstritten und / oder beschlossen. Ihr werdet jetzt vielleicht lachen, aber ich finde das immernoch eine wunderbare Idee aus einem vielleicht besseren (wer weiß? wer mag es entscheiden?) und längst untergegangenen (Vorwende-) Berlin.

Gegen den Terror des IS ('Islamischer Staat') helfen nur schwere Waffen, rosa Tutus - und Spenden!!!
Against the terror of ISIL ('Islamic State') are helping only heavy weapons, ballerina pink petticoats - and donations!!!

Solidarität mit Kobane / Rojava

Den individualisierten (und vereinzelter werdenden) Zeiten entsprechend, habe ich nun ganz persönlich und ohne Plenum die diesjährige Revolutionssteuer beschlossen und natürlich ist sie nicht für mich (obwohl das auch garnicht so schlecht wäre *lach*). Gemeinsam mit der Initiative "Nachtleben für Rojava" sammeln wir von Euch Spenden für die Menschen, die in der nordsyrischen Region Rojava, in der dort liegenden (aus den Nachrichten bekannten) Stadt Kobane und in riesigen, notdürftigen Flüchtlingslagern im angrenzenden türkischen Staatsgebiet (wo es – erst recht jetzt in der Winterzeit – an so ungefähr allem mangelt) um ihre Freiheit, ihre Würde und ihr nacktes Überleben gegen die brutalen Angriffe der internationalen islamistischen Terrorgruppe 'Islamischer Staat' (IS) kämpfen, die die großartige, basisdemokratische 'Rojava Revolution' (wie auch jegliches andere gleichberechtigte Zusammenleben) dem Erdboden gleich zu machen versucht. Über die Hintergründe habe ich teilweise schon in meinen letzten Posts informiert, vor allem in Teil III & IV meiner Artikel-Serie "Von H&M nach Kobane".

Ich freue mich sehr, dass Teile des Berliner Nachtlebens an gute alte, solidarische Berliner Traditionen anknüpfen. Da ist STYLE! IT! TAKES! natürlich gerne mit dabei – und höchste Zeit, mich mal persönlich mit einem Outfit-Post für die Kampagne ins Feuer zu legen! Die liebe Inka (Gästen bekannt als unsere Einlass-Fee) hat die Photos dafür gemacht. Schönerweise ist nicht alles 'alleine' in diesen kalten und verregneten Vorweihnachts-Tagen. ♥

Nachtleben für Rojava gegen den terroristischen 'Islamischen Staat' (IS)
Mit amazonenhafter Labrys symbolisch und mit Spenden real für die Unterstützung der (nicht nur) kurdischen Kämpfer*innen der YPG / YPJ & PKK und der Zivilist*innen in und aus der syrischen Region Rojava

Nightlife for Rojava against the terrorist 'Islamic State of Iraq and the Levant' (ISIL)
Symbolically with an Amazonian labrys and in reality with donations for the support of the (not only) Kurdish fighters of the YPG / YPJ & PKK and the civilians in and from the Syrian region Rojava

Mit Style gegen die IS #daeshbags

Getreu dem Motto "Das Private ist politisch" (noch so eine Idee aus jener 'vergangenen Zeit') haben wir uns einen schönen Dezember-Abend im Prenzlauer Berg gemacht und dort parallel ein paar Photos für die Kampagne geschossen (die Orte dienten nur als Photo-Kulisse, da wir nicht zum Sammeln unterwegs waren). Wir selbst haben natürlich schon was gespendet, also geht nun der Aufruf an Euch, noch eine Kleinigkeit draufzulegen. Auch geringfügige Beträge helfen weiter, also gebt Euch einen Ruck und überweist ein paar Euros. Die beteiligten Clubs, Bars, Bands und Veranstalter*innen haben übrigens schon über 10.000 € eingetrieben – wow! Nun heißt es Endspurt, denn die Aktion geht nur noch bis Ende des Jahres! Also auf zur Bank, sonst komme ich mit meiner 'Amazonenaxt' persönlich vorbei und treibe die Revolutionssteuer ein... (^.^)

Betty Page not #daeshbags! ♥

Oben rum habe ich das Outfit etwas mehr Richtung 'YPG/PKK-Style' getrimmt (siehe dazu die entsprechenden Photos in Teil IV meiner Serie), mit einem khaki-grünen Kleid und einem breiten Gürtel mit Metall-Beschlägen (bei dem Licht leider nicht allzu gut zu erkennen) – eine modische Referenz auf die tapferen Kämpfer*innen der YPG / YPJ & PKK.

Da ich aber das Privileg genieße, mich nicht hungernd in zerbombten Städten und Dörfern mit veralteten Waffen gegen absolut mörderische Dschihadisten-Terrorbanden verteidigen und dergestalt 'praktisch' kleiden zu müssen, wir aber zusammen für ein solidarisches, friedliches und selbstbestimmtes Leben kämpfen, blieb ich bei dem geliebten rosa Tutu von Vilorija (der eigentlich ein Unterrock ist). Denn auch der ist ein starkes Statement gegen die menschenverachtende Ideologie der IS #daeshbags – und zum Spenden-Sammeln ist er auch super! :-)

Berliner
"Nachtleben für Rojava"
Berlin
"Nightlife for Rojava"


Ihr könnt natürlich auch die Facebook-Seite der Kampagne liken & sharen und am Wichtigsten natürlich in einem der beteiligten Clubs / Bars spenden (bzw. teilweise wird die Spende ganz im Sinne der Revolutionssteuer ganz automatisch von Getränkeumsätzen oder Eintrittsgeldern abgezogen).

Hier die Liste der bisher beteiligten Locations, Bands und Initiativen. Und wenn eure Lieblingsbar/ -club hier noch nicht dabei ist, überredet sie doch, noch mitzumachen.

Here is the list of the locations, bands and initiatives already taking part in the campaign. And if your favourite bar / club isn't in it yet, just convince them, to take part just now.


Für jeden Drink eine Spende -
so haben wir es an dem Abend
(obwohl wir NICHT zum Spenden
sammeln unterwegs waren) auch gehalten.
:-)
For every drink a donation -
that's how we did it that evening, too
(though we were NOT out for collecting donations).
:-)
://about blank
abend.net
AJZ Neubrandenburg
Bassport
Bateau Ivre
Berlin Strength
Bollwerk Lübeck
Cafe Marx
Cafe Morgenrot
Cassiopeia
Clash
Dancing with tears in your eyes
Die Fabrik
 
dnp-music
Eisbärliner
Festsaal Kreuzberg
Franken Bar
Freies Neukölln
Forever Young
Fusion Festival
Haifischbecken
Hate Magazin
Heisse Scheiben
Helvetia Röschti Bar
I Due Forni
Il Casolare
Il Giradischi
Il Ritrovo
Institut für Zukunft
Irie Révoltés



Nein, wir sind nicht beim Goldschmied eingebrochen,
der lachte uns so nett von drinnen an...
... und hat uns schon mit Licht und einer netten Kulisse versorgt...

(^.^)
No, we did not break into the goldsmiths,
he smiled so nice at us from inside...
... and provided us already with light and a nice background...

(^.^)
Kantine Kohlmann
Kombinat Pogopop
Kulturkosmos
Love Techno – Hate Germany
Malavida
MJ’s Foodshop
Monkeytown Live
OBE
Oregano
Piazza Bra
Prince Charles
Powerline Agency
Pyonen
ROSA Greifswald
Rosis
Schreiner47
Schwuz
Shelter Berlin
SLIME
SO36
spacescape
Spartacus Potsdam
spirograph.berlin
Style! It! Takes!
Südblock

Tanne B
The Rythm Ruler (Rock Steady Ballroom)
Tristeza
Watergate
Wowsville






... heute seid IHR gefragt, daher:
... today, YOU are on the spot, so:


Auf zur Bank!
Let's go to the bank!

En guarde! Mit Labrys und Spenden gegen die #daeshbags kämpfen!
En guarde! Fighting the #daeshbags with a labrys and donations!


http://nachtlebenrojava.blogsport.de/
Bankverbindung / Bank Account:
Initiative Rojava
IBAN: DE30 5905 0101 0610 5088 48
BIC: SAKS DE 55
(Diese Kampagne ist inzwischen beendet, siehe meinen Post vom Mai 2015 /
This Campaign is finished now, see my post from May 2015)

♥

LOOK

Nägel / Nails:
Manhattan Green & Bronx ("Blogger's Choice")
Kiko Soft-Pink
Glööckler Glitzer Finish

Foundation / Make-up / Powder:
Kryolan

Lidschatten:
Manhattan (hellgrün & grün)

Lippi / Lipstick:
Manhattan Pink ("Blogger's Choice")

Für draußen... / For outside...



Grauer Schal mit Leo-Muster /
Grey scarf with leopard pattern:
von der lieben / from lovely Frau Rica

Jacke / Jacket:
Vintage (von der lieben / from lovely Inka-San)

Kunstpelz-Handschuhe / Fake-fur gloves:
(nicht so billiger) 'Billig-Laden' /
(not so cheap) 'cheap market'

Rosa Unterrock / Ballerina-Pink Underskirt:
Vilorija Fashion (Paris)

Gelbgrüne / Kelly-green Leggings:
Kleiner Laden / Small shop in Sisak (Kroatien / Croatia)

Stiefel / Boots:
Goldmarie (Stargarder Straße, Prenzlauer Berg)



... und drinnen / and inside...

Khaki-grünes Kleid (ja, es ist eigentlich ein Kleid!) /
Khaki-green dress (yes, it's actually a dress!):
Mango

Gürtel / Belt:
Second Hand Shop No. 5 (Bremen)

Amazonenaxt / Labrys:
Überrest irgendeiner feministischen Demo
Leftover from some feminist rally

... OMG! Winter time creates styling lists longer than the credit lists of The Lord of the Rings movies!!! (^.^)

Photos by Inka-San.

♥

p. s.: Oooops, Du hast vergessen, zur Bank zu gehen!!! Also hop-hop-hop, beeil Dich... (^.^)
xxx, ♥, K.

p. s.: Oooops, you forgot to go to the bank!!! So hop-hop-hop, hurry up... (^.^)
xxx, ♥, K.