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Tuesday, May 9, 2017

15.000 und ein Einhorn - Revolutionärer 1. Mai in Berlin

Die Revolutionäre 1. Mai Demo 2017 zieht von rechts aus der Oranienstraße kommend in die Adalbertstraße. Hier zu sehen der 'mittlere' Teil des Zuges. Immer mehr Menschen strömten aus allen drei Richtungen dazu.
Am Ende waren es mindestens 15.000, bis zu 20.000 Demonstrant*innen.
Photo via @IL_Berlin & @Klassenkampf_B 1/3 Mai 2017

Zum Abschluss der kleinen Serie zum ereignisreichen 1. Mai 2017 in Berlin nun Bilder vom
30. Revolutionären 1. Mai in Xberg. Obwohl die 18Uhr-Demo zum ersten Mal zwar angekündigt, aber nicht angemeldet war, war sie wieder sehr massiv und erfreulich groß. :-)


Oranienplatz & Oranienstraße

Am Startpunkt: "Bis zu 20.000 Teilnehmer*innen lauten Schätzungen. Weitere Fotos zum #R1MB.
Der ganze O-Platz war voll. Anwohner*innen solidarisierten sich #b0105"
@Rev1MaiBerlin 2 Mai 2017

Die Uhr könnte richtig gehen:
Antifa-Flagge und hübscher pink-blauer Feenstaub auf dem #Oranienplatz.
ca. 18.40 h: Vergleichsweise früher Start der Revolutionären #1Mai-Demo #Berlin #Kreuzberg #2017
Photo by / via @retep_kire 1 Mai 2017

Erste Nebelschwaden über dem #Oranienplatz
#R1MB #Berlin #Kreuzberg #2017
Photo & 'kubistische Verpixelungen' via @161ausbildung 2 Mai 2017

Ca. 18.45 h, es geht los: Die Demospitze mit dem "Selber machen" - Transpi zieht vom O-Platz in die Oranienstraße ein und am Café Alibi vorbei, Anwohner*innen, Passant*innen und Festbesucher*innen gucken und grüßen den Zug.
#r1mb #b0105
Photo via @161ausbildung 2 Mai 2017


Intermezzo
Szenen vom MyFest

"Schwierige Frage" schreibt Radio & TV rbb (Rundfunk Berlin-Brandenburg)
zu diesem Kommentar zu #MyFest & #r1mb #1mai

Ich wiederum würde "Luise", "Luki", "Acab36" und "Sozi36" antworten:
"Gute Frage, aber zu pauschale Feindbilder (gute Kreuzberger, böse Touris, besoffen, BummBumm)
und zu eingeschränkte Zielsetzung (Staat & Bullen – sonst nix?)"
Also netter Versuch, aber Umsetzung hier eher unbefriedigend -.
Photo via @rbb24 1 Mai 2017

Stillleben: Ein bißchen 'Schuh- und Beinbekleidungsmode' auf dem #MyFest und die notorischen #Müllberge...
#1mai #Berlin #Xberg #2017
Photo by Nikita Teryoshin (via taz)

Letztlich wurden viele Probleme im Vorfeld eher herbeigeredet: obwohl die Demo (übrigens zu diesem Zeitpunkt noch ohne sichtliche Polizeibegleitung) Teile des Festes durchkreuzte, gab es keine Konflikte, was sicher gerade der Abwesenheit der Polizei zu verdanken war [siehe auch die 'Luftaufnahmen' vom O-Platz (oben) sowie aus der Adalbertstr. & Naunynstr. (weiter unten) im Vergleich zu den polizeilich-quetschenden 'Robocop-Blocks' im späteren Verlauf der Demo].
Bei 15-20.000 Demonstrant*innen und laut offiziellen Angaben bis zu 168.000 MyFest-Besucher*innen / Feiernden ist einfach auch kein Platz mehr für Polizei, sorry *lol*.

Und bei allem Geschimpfe über das MyFest: auch von hier gab es 'revolutionäre Grüße' und auch Feiernde schlossen sich wieder dem Zug an.
#CheGuevara auf dem #MyFest #1mai #Berlin #Xberg #2017
Photo by Nikita Teryoshin (via taz)


Zurück zur Demo:
Adalbertstraße

Die Demospitze biegt von der Oranienstraße in die Adalbertstraße.
Im Hintergrund das 'Zentrum Kreuzberg' am Kotti. #b0105
Photo by PM Cheung @pm_cheung 1 Mai 2017
Weitere Bilder: bit.ly/2pzkdPI

Die Stimmung in der immer 'durchmischteren' Demo war kämpferisch und gut.
 #R1MB #b0105 #1Mai #1May #1mayo #Berlin #Kreuzberg #2017
Photo: dpa (via taz - 1 Mai 2017)

BZ zum #R1MB:
"Festbesucher schlossen sich an, Zahl der Demonstranten wuchs nach Polizeischätzungen auf bis zu 15000 an"
via @Rev1MaiBerlin 1 Mai 2017

Schöne Luftaufnahme von der Demospitze in der Adalbertstraße, kurz vor dem Abbiegen in die Naunynstraße.
Angeführt wurde der Zug übrigens weder von der Polizei noch vom 'Schwarzen Block', sondern von Journalist*innen und zwei Punx. Salomonisch! ♥

Frech und stilecht setzten sich diese beiden mit 'Gegen Nazis'- & 'Anarchy'-Shirts und 'Saurer Kirsche' an die Spitze des endlos langen Zuges: PUNX NOT DEAD! (^.^) ♥
BZ-Photo via @Rev1MaiBerlin 1 Mai 2017


Naunynstraße

Schwer was los vorm "Trinkteufel"! (^.^) Die Demo biegt von der Adalbertstraße in die Naunynstraße ab.
Photo by Montecruzfoto

Von der Naunynstr. ging's in die Manteuffelstraße, hier bei der Überquerung der Skalitzer Straße:
"1900 Demo kreuzt die Skalitzer, Cops laufen jetzt Spalier. #b0105 #r1mb"
@161ausbildung 1 Mai 2017

Wanderkessel durch #Xkölln

Trotz zunehmender Polizeipräsenz (Spalier, teilweise 'Wanderkessel', Übergriffe und vor allem am Ende brutale Verhaftungen...) zog die nicht angemeldete Demo weiter wie geplant nach und durch das nördliche Neukölln und zurück nach Kreuzberg.
Route: Reichenberger Str. - Ohlauer - Friedelstr. - Weserstr. - Pannierstr. - Glogauerstr. - Reichenberger Str. - Spreewaldplatz (Ende)
Photo via @Klassenkampf_B 1 Mai 2017

"Außen Polizei, innen Demo: der Protestzug in Neukölln"
Allerdings waren so viele Leute da, dass der 'Polizeikessel' im Grunde von Demonstrant*innen umzingelt war... (^.^)
Photo dpa via taz 1 Mai 2017


Es hat geklappt!

Trotz allem ging es insgesamt alles recht fix, so dass die R1MB-Demo kurz nach 20 Uhr nach weniger als 2 Stunden schon zu Ende ging (zum Vergleich: die wesentlich kleinere Organize!-Demo am Vortag im Wedding ging ca. 3 Stunden). Zum Schluss (vor allem auf dem Spreewaldplatz) wurde es dann leider doch noch etwas ruppig, als es trotz der friedlichen Demo zu teilweise brutalen Verhaftungen kam.

Doch das Wichtigste: Es hat geklappt! Die Demo hat gezeigt, dass es möglich ist,
  1. eine linke Großdemonstration mit ähnlich vielen Teilnehmer*innen wie in anderen Jahren ohne behördlich-polizeiliche Anmeldung wie geplant durchzuführen und
  2. das seit 15 Jahren stattfindende und explizit gegen 'revolutionäre Umtriebe' gerichtete MyFest in Kreuzberg mit einer Großdemo zu durchlaufen, ohne Anwohner*innen, Stände oder Feiernde zu Schaden kommen zu lassen.
Das ist eine Menge.

Nach "Henkels Vietnam" ('gestürzter', schon vergessener ehemaliger Innensenator & CDU-Hardliner gegen linke Projekte wie die Rigaer Straße) scheint sich der 'Rot-rot-grüne Senat' noch nicht so offen mit der linken Opposition in Berlin anlegen zu wollen, was durchaus ein Zeichen der Stärke der außerparlamentarischen Kräfte ist. Für einige der beteiligten Gruppen war es außerdem eine Art 'Testballon' für den #G20-Gipfel im Juli in Hamburg, auch wenn ich vermute, dass dort gänzlich andere Bedingungen vorherrschen werden. Bevor es hier nur noch um Politik geht, werde ich dieses Thema allerdings im Blog auslassen und verweise auf die Mobilisierungen anderswo im Netz (und wünsche natürlich viel Erfolg!!!).

Hübsche bunte Farbnebel beim #R1MB #2017 (Part I)
Photo from:
berliner-zeitung.de/berlin/liveticker-1mai-berlin-demos-mitte-kreuzberg-26774486 #r1mb
via @berlinerzeitung 1 Mai 2017

Nicht auslassen möchte ich allerdings:


Antisemitismus? Never!

Neben den Polizeiübergriffen, Verhaftungen und Verletzten mega ärgerlich die erneute Präsenz von Antisemit*innen (sie selbst würden wohl behaupten: 'Antizionist*innen', fragwürdig genug!) und Palästina-Fahnen (wohlgemerkt nur Palästina-Fahnen, nicht etwa Palästina- und Israel-Fahnen zusammen im Sinne einer Friedenslösung oder ‚Völkerverständigung’ von unten!). Hintergrund: Es gab früher am Tag, vor der revolutionären Demo, zwei ziemlich eklige, sich auf recht schräge Art von Antisemitismus 'abgrenzende', pseudo-‚antiimperialistische’ Demos in Neukölln und Kreuzberg zum Thema Palästina (die Photos erspare ich Euch!), von denen sich dann wohl einige Teilnehmer*innen auch am Oranienplatz einfanden.

Gab es nicht mal einen Konsens, generell keine Länderfahnen auf dem R1MB zu tragen (bin nicht sicher)? Gibt es keine gewaltfreien Möglichkeiten, solche Leute und Gruppen strikt von der Demo auszuschließen? Es gab meiner Erinnerung nach ja immer wieder 'ungeliebte' Gruppen (z. B. Stalinist*innen, Maoist*innen etc. pp.) auf dem Berliner 1. Mai, wie seid 'Ihr' die denn schließlich losgeworden? Warten, bis die Gruppen im sprichwörtlichen "Mülleimer der Geschichte" landen?

Wäre jedenfalls schön, wenn dafür auch im aktuellen Fall künftig Wege gefunden werden, selbst wenn es eine (insgesamt erschreckend große!) ‚Randerscheinung’ in der Stadt der Wannseekonferenz ist. Ich kenne einige Menschen, die deshalb gar nicht mehr auf die revolutionäre 1. Mai-Demo gehen, obwohl die zentralen Gruppen des R1MB (wie etwa die Interventionistische Linke (IL), die Radikale Linke, Antifa-Gruppen, FAU und viele viele mehr) damit ja gar nichts zu tun haben. Es kann nicht sein, dass sich sympathische, gegen Antisemitismus einstehende Gruppen wie die ÖkoLinX-ARL (Ökologische Linke-Antirassistische Liste) deshalb zurückziehen, und dafür trauen sich dann solche 'Nasen' (wieder) auf den R1MB...

👻 Eventuell nützlicher, nicht nur kulinarischer Hinweis:
ich, der freche türkise geschlechts-&vaterlandslose revolutionäre Geist, stehe übrigens auch den glücklicherweise etwas eingeschlafenen, abwechselnd Israel-, USA-, sowjetische oder auch russische Fahnen tragenden 'Anti-Deutschen' (Spiegelbild der genannten 'Palästina-Demos'!) wie auch allen Staaten und Religionen (inkl. dem oft geistesverwandten Veganismus!) eher reserviert gegenüber, weshalb es jetzt erst einmal leckere koschere Lammhäppchen mit balkanischem Schafskäse (in dieser Kombination nicht koscher), regionalem grün-rotem Salat mit asiatischem schwarz-rot-weißen Pfeffer und – auch nicht 'halāl' – fast 'heurigem' (2016) österreichischen Weisswein gibt und trinke stattdessen auf den Frieden aller Völker und Religionen und ganz besonders auf die säkulare Weltrevolution! (^.^)] 👻

Solcherart gestärkt schließlich noch ein paar weitere Fragen und Anregungen, die konkrete Auswertung überlasse ich den (soweit ich es beurteilen kann tollen) organisierenden Gruppen, denen wie immer ein ganz herzlicher Dank gebührt:
THX ♥ IL Berlin, Organize!, NorthEastAntifa, FAU Berlin, Klassenkampfblock, Radikale Linke u. v. a.


Noch mehr
Dilemmata im Farbnebel

Hübsche bunte Farbnebel beim #R1MB #2017 (Part II)
BZ-Photo via @Rev1MaiBerlin 1 Mai 2017

Andere Dilemmata: ist der R1MB so eine Art 'Schaulaufen' der linken und linksradikalen Gruppen und Initiativen (was völlig in Ordnung wäre) oder hat er jedes Jahr ein oder mehrere spezifische, aktuelle 'Themen', die in den Fokus gerückt werden (wie etwa beim 'Blockupy'-Wochenende in Berlin im Sept. 2016)? Ich finde beides richtig und wichtig, aber Letzteres könnte meiner Meinung nach deutlich mehr in den Vordergrund geschoben werden, um ‚politischer’ wahrnehmbar zu werden. Dieses Jahr boten sich meines Erachtens neben dem weiterhin dringlichen Feld Flüchtlingssolidarität/Antirassismus und der Stadtentwicklung (Mieten, Zwangsräumungen, bedrohte Projekte etc.) definitiv auch der Kampf gegen die dreckigen Deals der deutschen Wirtschaft und der Bundesregierung mit der faschistischen Türkei an – also alles Themen, die in den Aufrufen [der "Kampf um die Stadt" im Aufruf des 'Stadtpolitischen Blocks' (Radikale Linke u. a.), der Bezug zur Türkei im Aufruf zum G20-Block (Interventionistische Linke u. a.)] und auch bei der Organize!-Demo im Wedding eine zentrale Rolle spielten, aber in der öffentlichen Wahrnehmung, den Plakaten und Mobilisierungen nicht wirklich oder genug 'nach vorne kommen'.

Damit korreliert auch die Frage der Orte und der Route, denn es fehlt (nicht nur) in Berlin ja eigentlich wahrlich nicht an konkreten Orten für zielgerichtete Proteste: angefangen von den Orten faschistischer Organisierungen (hier leisten Antifas laufend hervorragende Arbeit, zumindest was die deutschen Gruppierungen angeht, was ist mit AKP, MHP und salafistisch-dschihadistischen (IS) Strukturen?) über die Jobcenter und Ausländerbehörden, Immobilien- (Wohnungsmarkt) und Reisebüros (Tourismus in die Türkei), Botschaften (z. B. die türkische Botschaft in der Heerstraße, symbolischer Ort des Wahlbetrugs beim Referendum), Parteibüros und nicht zuletzt der 'Reichstag', wo die Gesetze schließlich beschlossen werden. Viele dieser Orte sind eben gerade nicht im Kreuzberger / Nordneuköllner Kiez, was wieder die Frage aufwirft, ob es eher um die Präsenz und den Widerstand im (eigenen) Stadtteil oder um eine regional-globale offensive Politik geht: Ersteres ist sicherlich erfolgreich gelaufen, Zweiteres eher weniger (ich fand die Bewegungen in Richtung Berlin-Mitte in den letzten Jahren ja eigentlich gut und spannend, auch wenn es vielleicht nicht besonders gut gelaufen ist).

Und damit zusammenhängend: geht es überhaupt (noch) darum, etwas konkret oder symbolisch 'anzugreifen' (wie es besonders die 'Mythen von früher' suggerieren, auch wenn es meist wenig innovativ gegen Polizei und Bankfilialen ging)? Da dies real (zumindest am 1. Mai selbst) immer weniger eine Rolle spielt (oder umsetzbar ist) – worüber ich mit Blick auf die Beispiele noch nicht einmal so traurig bin – vielleicht zu viel zur Schau getragene Radikalität und zu wenig kommunikative Ideen, hübsche Transpis, Schilder, Buchstaben, bemalte Schirme, bunte Luftballons (ich mag Luftballons)... Diesbezüglich blicke ich immer noch etwas sehnsüchtig und 'neidisch', wenn auch selbstkritisch (da ich selbst auch eher faul bin was das Kreieren und bisweilen etwas lästige Mittragen von Utensilien angeht) in Richtung der phantasievollen und bunten "Hayir"-Kampagne in der Türkei [> bei Tag > bei Nacht]... Warum eigentlich nicht mehr Einflüsse von feministisch-queeren Demos, Umzügen und Aktionen aufgreifen (#FeministNightMarch, #WomensMarch, #SlutWalk, #LGBTIQ #CSD etc.) und auch mehr der zahlreich in der Stadt 'vorhandenen', oft prekären Künstler*innen und Performer*innen 'einbinden', um das Ganze bunter, kreativer, vielfältiger und damit letztlich 'inklusiver' zu gestalten? Mit 'Entpolitisierung' hätte das nichts zu tun, eher im Gegenteil!

Also zum Beispiel auch mehr davon:

#R1MB Eine tolle Aktion! #RefugeesWelcome
Photo by Montecruzfoto 1 Mai 2017
via @Rev1MaiBerlin 2 Mai 2017

... und – ein schöneres Schlussbild kann es kaum geben:

Ein schönes rosa Einhorn schwebt über Berlin und bringt den revolutionären Frühling!
Natürlich mein Lieblingsbild!
Originaltext [IL*] Berlin:
"Wir waren im #NoG20-Block der Revolutionären 1.Mai-Demo in #Berlin präsent. Mit dabei: ein Einhorn.
Wir sehen uns im Juli in Hamburg. #R1MB"
@IL_Berlin 1. Mai 2017


Catwalks und Einhörner*innen

Für Berlin ist und bleibt der R1MB der größte revolutionäre 'Catwalk' der Stadt, was in Zeiten von 15% Wähler*innen der AfD-Faschisten, auch in der angeblich so 'weltoffenen Hauptstadt' grassierendem Rassismus, bedrohten Alternativprojekten, rasend steigenden Mieten usw. usf. auch weiterhin und jetzt besonders eine verdammt gute Sache ist! Für meinen Geschmack könnten sich wie skizziert und angeregt neben den hübschen klassischen 'schwarzen Katzen' auch gerne viele andere anschließen, mehr bunte Katzen zum Beispiel, mehr migrantische Katzen, auch mehr schicke Katzen und natürlich noch viel mehr Einhörner*innen!!!

Die Eingangsfrage dieser Serie, nämlich ob Berlin 'unregierbar' bleibt (oder es jemals war), hat auch der Revolutionäre 1. Mai 2017 nicht beantwortet. Die Antwort findet wie immer auch nicht am 1. Mai statt, sondern in unser aller Alltag und den kleinen und großen Kämpfen des Hier und Jetzt (Vorschläge habe ich ja reichlich gemacht) für eine hoffentlich 'rosanere' und gemeinsame Zukunft!

Die findet für mich auch nicht in Hamburg statt, sondern wir bleiben 'hübsch in Berlin' und kümmern uns um die (gar nicht so) kleinen Probleme des eigenen Alltags (ich habe zum Beispiel noch gar keine Miete überwiesen im Mai (!), hat sich das jetzt erledigt? ^.^) und auch mal wieder um die Verschönerung der (virtuellen & realen) Um- und Lebenswelt, hier im Blog und anderswo.

Ich muss jetzt erstmal ein bisschen ‚Schwarzfahren’! Die kleinen, mühseligen, manchmal schattigen, manchmal heldinnenhaften Kämpfe gegen große staatliche und kapitalistische Einrichtungen führen! Blumen kaufen! Und als Belohnung für all meine bloggenden, twitternden und kämpferischen Mühen hoffentlich auch: schicke neue Schuhe und noch viel mehr Glitzer für Berlin, die Welt und den ganzen Kosmos!

In diesem Sinne –

Love & Rage
xxx
Eure Magenta


Die große oder kleine
STYLE! IT! TAKES! - Serie zum 1. Mai 2017

Die Themen:

I

Demo "Solidarität mit Rojava & Sengal - Stoppt Waffenlieferungen an Erdogan!"
Berlin-Reinickendorf
#NoFlyZone4Rojava * Deutsche Rüstungsexporte in die Türkei * Vorschlag für Kampagnen gegen die Rheinmetall AG, Sigmar Gabriel & die Bundeswehr * YPG/YPJ-Fahnenverbot * Opfer der türkischen Luftangriffe

Demo "Organize! Gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung!"
Berlin-Wedding
Gentrifizierung, Verdrängung, Rassismus, Kapitalismus * Faschisten & Graue Wölfe in Berlin/Wedding * Solidarität im Stadtteil * Initiativen, Ankündigungen & (bedrohte) Projekte * Stadt von unten * U-Bahn-Graffiti-Video...


Ankündigungen & Karte für den 1. Mai * Exkurse zu den Themen #Klassenkampf & #Bolle *
30 Jahre Revolutionärer 1. Mai in Berlin * 'Rot-rot-grüner' Senat * Ermittlungsausschuss (EA) * Redebeiträge * Schwarzfahren & Agitation * Gegen Deutschlands Deals mit Erdogan (Aktions- & Kampagnenvorschläge)...

III

"Klassenkampfblock" auf der Gewerkschaftsdemo
Berlin-Mitte
Mall of Berlin Shame * FAU * Klassenkampfblock auf der DGB-Demo (1 Mai 2017) * Gewerkschaft der Fahrradkuriere #deliverunion * Links zum Kampf gegen die Arbeit

IV
15.000 und ein Einhorn - Revolutionärer 1. Mai 2017

Demo "Revolutionärer 1. Mai 2017"
Berlin-Kreuzberg & Neukölln
Eine Menge Photos von der revolutionären Demo (Oranienplatz, Oranienstraße, Adalbertstraße, Naunynstraße, Manteuffelstraße, Neukölln...) & ein paar vom MyFest *
Es hat geklappt! * Antisemitismus? Never! *
Dilemmata im Farbnebel (Anregungen zu Themen, Orten, Kreativität & Ausdruck) *
Catwalks & Einhörner*innen (zurück in den Alltag) ♥

Sunday, March 12, 2017

Feminist Night March in Istanbul

HAYIR bedeutet "Nein"!    HAYIR means "No"!

"TURKEY : A feminist night march to mark International Women's Day in Istanbul.
#InternationalWomensDay #8martdünyakadınlargünü"
Photo by Ozan Kose @ozannkosee
via @fgeffardAFP 8 März 2017

Ich hatte es in meinem Post zu den Frauen*kampftagsdemos am 8. März in Berlin schon angesprochen, dass es spannend wird, was dieses Jahr in der Türkei passiert, wo das faschistische Regime von Präsident Erdoğan alle Demonstrationen verboten hat.

Hier beeindruckende Photos vom 'Feminist Night March' in Istanbul, einer schon traditionellen feministischen Nachtdemonstration, die aller immer weiter verschärften Repression widerstehend auch in diesem Jahr stattgefunden hat. Und zwar massiv, laut und deutlich!!!
Neben dem Kampf für Gleichberechtigung nicht nur für Frauen*, sondern auch für LGBTIQ und überhaupt alle Menschen in der Türkei, stand in diesem Jahr natürlich besonders das "Nein" (türkisch: "Hayir") zu dem anstehenden Referendum im Vordergrund, mit welchem Erdoğan das Land endgültig und auf ewig in eine Ein-Mann-Diktatur verwandeln möchte.

Abgesehen von dem ungeheuren (bisweilen durchaus lebensgefährlichem) Mut der Beteiligten, beeindruckt mich auch die unglaubliche Kreativität, die sich in den Aktionsformen, in Form von liebevollen Transparenten, glamourösen Schildern, bunten Ausschneide-Buchstaben, schwebenden Luftballons, lustigen Verkleidungen, lauter Straßenmusik und deutlichen (teilweise sogar elektrisch beleuchteten!) Parolen in solch einer Widerständigkeit, Vielfalt und Buntheit ausdrückte, dass wir beim Betrachten fast zu Vergessen neigen, wo wir uns befinden.

In einem Land, in dem
  • die wichtigsten Vertreter*innen der von den Menschen in der Türkei gewählten demokratischen Opposition und Hunderte gewählter Bürgermeister*innen mit Anklagen von teilweise über 100 Jahren (!!!) ins Gefängnis gesperrt sind,
  • über 150 Journalist*innen (mehr als in jedem anderen Land der Welt!) inhaftiert sind,
  • in den letzten beiden Jahren die meisten kritischen Zeitungen und Fernsehstationen geschlossen wurden und die Bürger*innen 24 Stunden am Tag mit der Propaganda regierungstreuer Staatsmedien bombardiert werden,
  • täglich weitere Erdoğan-Kritiker*innen (sogar Künstler*innen, Schriftsteller*innen, Sportler*innen, TV-Moderator*innen, Sänger*innen oder Modedesigner*innen (!)) verhaftet und angeklagt werden,
  • wo Zehntausende Lehrer*innen, Akademiker*innen und Beamt*innen (sogar Polizist*innen und Soldat*innen) beleidigt und entlassen wurden,
  • das in drei Ländern vollkommen sinnlose, aber umso brutalere Angriffskriege führt
    (im Südosten der Türkei, in Nord-Syrien und dem Nord-Irak) und zwar nicht gegen die Terroristen des 'Islamischen Staates' (Daesh), sondern ausschließlich gegen Kurd*innen, Jesid*innen, Armenier*innen und andere Minderheiten
  • und in einem Land, in dem nicht nur Proteste, sondern auch Feiern von Frauen*, LGBTIQ*, Musikfans oder Künstler*innen mit brutaler Gewalt niedergeschlagen wurden und werden.

Aber trotz aller Gewalt und Repression: das brutale und arrogante Regime wackelt, davon zeugen auch Erdoğan's zunehmend psychopathische Züge annehmende Hysterie und seine globale Unbeliebtheit [siehe zum Beispiel meine Posts zum globalen Widerstand gegen seine Politik, zum Scheitern seiner Außenpolitik oder die nicht enden wollenden Karikaturen der Erdogan-Karikatur, die er zum Leid 'seiner' Bürger*innen selbst ist], die die Türkei in die Isolation und die türkische Wirtschaft und den Lebensstandard der Menschen in der Türkei in den Abgrund treiben. Es ist höchste Zeit für einen neuen, gemeinsamen, friedlichen und optimistischen Anfang (die ganze Welt wartet auf eine Türkei ohne Erdoğan!), denn:

Erdoğan ist der Totengräber der Türkei –
hier ist die bessere Zukunft der Türkei:

Erdoğan is the gravedigger of Turkey –
here is the better future of Turkey:

"A #woman dressed as a witch takes part in a march in Bakirkoy district #Istanbul
#Turkey #worldwomensday #womansday"
Photo by Bulent Kilic @Kilicbil @AFPphoto
via @STPictures 8 März 2017

Jetzt alle zusammen:
Frauen* & LGBTI* verbündet auf Istanbul's İstiklâl Straße,
wo der berühmte "Gay Pride Istanbul" (Onur Yürüyüşü) 2015 brutal angegriffen und
2016 von den Behörden komplett verboten & verhindert wurde.

Now all together:
Women* & LGBTI* allied in Istanbul's İstiklâl Avenue
where the famous "Istanbul Pride" (Onur Yürüyüşü) got brutally attacked in 2015 and
comletely banned & prevented by the authorities in 2016.

Photo by Ozan Kose @ozannkosee
via @fgeffardAFP 8 März 2017

"#8Mart yurt genelinde büyük bir coşkuyla kutlanmaya devam ediyor.
Feminist Gece Yürüyüşü'nün #İstanbul ayağı İstiklal Cd.'de gerçekleşiyor."
@dokuz8haber 8 März 2017

Photo by Ozan Kose @ozannkosee
via @fgeffardAFP 8 März 2017

Feminist night march @ International Women's Day in Istanbul
Photo by Bulent Kilic @Kilicbil
via @fgeffardAFP 8 März 2017

"#İstanbul İstiklal Cd.'de gerçekleşen #8MartDünyaKadınlarGünü Feminist Gece Yürüyüşü'nden kareler #dokuz8 @nergiz93"
@dokuz8haber 8 März 2017

"#İstanbul İstiklal Cd.'de gerçekleşen #8MartDünyaKadınlarGünü Feminist Gece Yürüyüşü'nden kareler #dokuz8 @nergiz93"
@dokuz8haber 8 März 2017

Ein Block für die Rechte von Lesben, Bisexuellen & Feminist*innen
A bloc for the rights of lesbians, bisexuals & feminists
Photo by @sendika_org
via @ismail_kupeli 8 März 2017

... und alle lächeln und rufen: "HAYIR" (Nein)! ... and all smile and shout: "HAYIR" (No)!
@ Feminist night march International Women's Day in Istanbul
Photo by Bulent Kilic @Kilicbil
via @fgeffardAFP 8 März 2017

Zum Abschluss ein ferner Blick auf den 'feministischen Mitternachtsspaziergang':
Zehntausende von Frauen* marschierten durch die berühmte, geschichtsträchtige, kosmopolitische
İstiklâl Caddesi („Unabhängigkeitsstraße“) und kein Ende in Sicht...

Finally a view from far away on the Feminist Night March in Istanbul:
Tenthousands of women* marched through the famous, historically-important and cosmopolitan
İstiklâl Caddesi ("Independence Avenue") and no end in sight...

Photo by Bulent Kilic @Kilicbil
via @fgeffardAFP 8 März 2017

"#İstanbul'da #8Mart'ta gerçekleşen Feminist Gece Yürüyüşü'nde,
on binlerce kadın İstiklal Caddesi'ni baştan sona yürüdü."
@dokuz8haber 8 März 2017

"Today massive demonstration in Istanbul for women's rights #InternationalWomensDay #istanbul @IP3_Press"
Photo & text by Kenzo Tribouillard @Kenzotribou 8 März 2017

Wenn das kein beeindruckendes "Hayir" (Nein) gegen die Diktatur von Erdoğan ist,
weiß ich nicht, was das sein könnte!

Türkische Bürger*innen können in den nächsten Wochen weltweit wählen
(einige meiner Freund*innen können das leider nicht!).

Bitte wählt für diese mutigen Frauen*,
bitte wählt für die Menschen der Türkei,
bitte wählt für den Frieden,
bitte wählt für ein Ende der zerstörerischen Zeiten des Präsidenten Erdoğan!

Lasst ihn uns bitte jetzt gemeinsam stoppen.
Es ist vorbei! Zeit für Frühling!

Alles ist in unseren Händen!

xxx
Magenta

#Hayir

If this ain't an impressive "Hayir" to Erdoğan's dictatorship, I don't know what that could be!

Turkish Citizens can vote all around the world in the next weeks
(sadly, some of my friends are not allowed!).

Please vote for these courageous women*,
please vote for the people of Turkey,
please vote for peace,
please vote for the end of the destructive times of President Erdoğan!

Let's stop him now.
It's over! Time for Spring!

It's all in our hands!

xxx
Magenta

#Hayir


PS:
Es gibt inzwischen auch einen Post zu den Protesten in anderen türkischen Städten:
#Hayır - Ein Land sagt NEIN!

PS:
By now, there is also a post about the protests in other Turkish cities:
#Hayır - Ein Land sagt NEIN!


Weitere Blog-Artikel zur #Türkei (Auswahl):
More blog articles about #Turkey (selection):
Global resistance against Turkey's state terror (März 2016)
#TurkeysWarOnKurds (Jan 2016)
K(l)eine Lehren aus Paris * No (little) lessions from Paris (Nov 2015)

Wednesday, March 8, 2017

8. März in Berlin - International Women*s Day 2017

"Unity. Protection. Power. Progress. WOMEN RISE UP! Getting ready to march with my sisters!
@womensmarch #WomensMarch"
(Katy Perry @katyperry 21 Jan 2017)

Auch dieses Jahr wird wieder weltweit am Internationalen Frauen*kampftag am 8. März demonstriert, diskutiert und gefeiert (eine ausführliche Auflistung von Demonstrationen, Veranstaltungen, Ausstellungen und Parties in Deutschland, der Schweiz und Österreich findet sich im "Mädchenmannschaft"-Blog). Ich reiche hier mal die Möglichkeiten für Berlin durch, wo ab 16.30 h alle Wege zum Oranienplatz in Kreuzberg führen, bevor es dann zu verschiedenen Parties gehen kann. Hier die drei besten Wege zum Oranienplatz:

8. März 2017 * Berlin * 8th of March 2017

16.30 h Warschauer / Revaler Straße
International Women*s Struggle Demo


16:30 Warschauer Str. / Revaler Str. (Friedrichshain) - via Skalitzerstraße -
18:00 Oranienplatz (Kreuzberg) - Kundgebung & Concert
Diese Demo ist nur für FLTI* (Frauen-Lesben-Trans*-Inter*)! Oranienplatz dann offen für alle.
This Demo is for WLTI* (Women-Lesbians-Trans*-Inter*) only! Oranienplatz open for all then.

Outtakes from the
CALL FOR THE INTERNATIONAL WOMEN*S STRUGGLE DEMO

(...) We organize against every form of oppression of the patriarchal system, that inflicts exploitation, poverty, war, flight, and violence.
We join hands in solidarity and we struggle together.

Capitalism relies on the economic dependence of women* and their unpaid, unfree and unrecognized labor. No matter how wretched work opportunities - legal or illegalized - are, women* always get the worse conditions. There is no liberation for women* in this system. White supremacy enriches itself through racism and class privilege. Our feminism is about justice on gender, race and class!

(...) Women* in war, on the run and on escape routes, are exposed to additional attacks as women*. In the camps, prisons, authorities and courts, women must cope with sexual violence from police and state powers. Rape is used as a weapon of war and as a means of torture. Women* fight everywhere, they fight in the smallest political unit of the family, they fight in the organized resistance.

We organize against sexist violence, whether it is exercised by an exploitative capitalist society or by dictatorial regimes.

A woman*’s body is abducted, enslaved, sold, exploited, and colonized. We are urgently calling for the end of femicides and hate crimes against Trans*women.

Worldwide women* resist. Our rage and our collective resistance, our dreams and our hopes strengthen our international women*'s struggle.

ORGANIZERS OF THE DEMO:
Ezidischer FrauenRat Berlin
Frauenrat Dest Dan
International Women Space Berlin
Frauen aus Rojhilat
IniRromnja
Sozialistischer Frauenbund Berlin - SKB
JXK - Studierende Frauen aus Kurdistan 
FrauenRat der PYD Berlin (Rojava-Frauen)
RomaniPhen
Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg
FrauenRat der HDK Berlin-Brandenburg
Women in Exile & Friends 
GENERATION ADEFRA : Black Women in Germany
Ni una menos Berlin
Czarny Protest
SUSI Interkulturelles Frauenzentrum
DaMigra
Lara e.V.
Bündnis gegen Rassismus
Adnb des Tbb
Stop Deportation Group Madalena-Berlin


Quote by Audre Lorde,
drawing by New York City based artist & writer Molly Crabapple from her series #writersresist
(via @mollycrabapple 15 Jan 2017)

Call for the INTERNATIONAL WOMEN*S STRUGGLE DEMO & Facebook-Event
in English, Kurmancî, Deutsch, فارسی, français, عربی, Srpskohrvratski, עברית, Español, Türkçe,
中文(简体), Русский, 한국어, Italiano, Português, Polski:
Wie immer in Solidarität, mit Spannung und Sorge geht der Blick dieses Jahr besonders in die #Türkei, wo das faschistische Regime Erdogan's alle Frauendemonstrationen am 8. März verboten hat...
Like always in solidarity, with excitement and worry, this year especially will be watched what happens in #Turkey where the fascist regime of Erdogan banned all women*s demonstrations on 8th of March...
Photo:
"Women to meet for ‘March 8 Feminist Night March’ https://gazetesujin.com/en/2017/02/women-to-meet-for-march" (via Twitter @SujinGazette 1 Febr 2017)

17.00 h Hermannplatz
Demo zum Internationalen Frauen*kampftag


17:00 Hermannplatz (Neukölln) 18:00 Demo zum Oranienplatz (Kreuzberg)

Feminismus heißt ein gutes Leben für alle!

Wir wollen eine Gesellschaft, die Vielfalt als Bereicherung empfindet und in der jede*r glücklich werden kann. Wir wollen eine gewaltfreie Gesellschaft, in der niemand erniedrigt und verachtet wird und in der jede*r Platz hat und niemand fragt, woher er*sie kommt. Das bedeutet für uns, dass wir die kapitalistischen und patriarchalen Verhältnisse radikal ändern müssen, damit wir selbstbestimmt und frei leben, lieben und arbeiten können.

Feminismus heißt gleiche Rechte für alle!

Im Kapitalismus sind Arbeit und Reichtum ungleich verteilt. Erwerbslosigkeit, Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit, Minilöhne und Altersarmut sind nur einige Symptome dieses Gesellschaftssystems, in dem besonders Frauen* benachteiligt sind. Sie leisten den Großteil der schlecht oder gar nicht bezahlten Erziehungs-, Pflege- und Sorgearbeit zu Hause und in der Gesellschaft.

Die strukturellen Geschlechterverhältnisse werden im Privaten, in der Arbeitswelt und der Wirtschaft sichtbar und schlagen sich im Alltag durch sexistische Machtverhältnisse und sexualisierte Gewalt nieder. (...) Menschen, die sich nicht den Kategorien Mann* und Frau* zuordnen wollen, wie Trans*- und Inter-Menschen, werden als „unnormal“ diskriminiert und gewalttätig angegriffen. Wir wehren uns gegen jede Gewalt, die insbesondere Frauen*, LGBTQI* (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*-, Inter- und queere Menschen) und People of Color betrifft. Wir wehren uns gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Wir kämpfen gegen Nationalismus und rassistische Alltagspolitik, gegen alle Gesetze zur Entrechtung von Geflüchteten, gegen die Kriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs und gegen Gesetze, die Sexarbeiter*innen diskriminieren.

Feminismus heißt Widerstand! | Feminism means Resistance!

(...) Durch Deutschland und Europa zieht sich ein national-konservativer Backlash, wodurch es immer wieder zu Angriffen auf Frauen*rechte kommt. Das bereits Erkämpfte wird immer wieder bedroht. Antifeminismus, Kampf gegen Gleichstellung und Rassismus sind gemeinsamer Nenner der neuen und alten Rechten (...). Rassistische Alltagspolitik wie Racial Profiling geht Hand in Hand mit der Verschärfung des Asylrechts und tödlicher Grenzpolitik europäischer Regierungen. Gleichzeitig nehmen auch Angriffe der Rechtsradikalen auf Gewerkschaftsorganisationen zu.
Wir Feminist*innen treten diesem Rechtsruck in all unseren Lebensbereichen kämpferisch entgegen und solidarisieren uns mit den weltweiten Kämpfen von Frauen* für Selbstbestimmung und bessere Arbeitsbedingungen.

Gemeinsam für einen feministischen Internationalismus!

Aus dem Aufruf (leicht gekürzt), komplett hier: Facebook-Event

 
Sex Workers are an important part of the struggle as sex workers rights are women*s & human rights!
"Call-out from sex workers for the International #WomensStrike - 8 March #WhyIStrike #sexwork http://prostitutescollective.net/2017/03/02/sex-workers-join-international-womens-strike"
(via Prostitutes Collective @ProstitutesColl 2 March 2017)

Strike 4 Repeal Berlin
17.45 h Oranienplatz

Photo: The time is now. Strike 4 Repeal 💪🏼 #repealthe8th
(via Twitter @repealglobal 23 Jan 2017)

17:45 - 18:30 Oranienplatz (Kreuzberg)

Sie fangen als Letztes an, aber werden die Ersten auf dem Oranienplatz sein, um alle anderen zu empfangen: die Aktivist*innen der Kampagne Strike 4 Repeal Berlin in Solidarität mit dem Streik für reproduktive Selbstbestimmung in Irland und ähnlichen Frauen* = Menschenrechts-Kämpfen weltweit. Mit dabei: Aktivist*innen der prochoice-Kampagne Dziewuchy dziewuchom Berlin aus Polen. :-)

They start as the last ones, but will be the first to be at Oranienplatz to receive all the others: the activists of the campaign Strike 4 Repeal Berlin in solidarity with the strike for reproductive autonomy in Ireland and similar women*s = human rights struggles worldwide. They will be joined by activists of the prochoice campaign Dziewuchy dziewuchom Berlin from Poland. :-)

Let's make Strike 4 Repeal a global strike!
We will meet where all International Women*s Day Marches in Berlin end and merge, at Oranienplatz, at 5.45pm sharp!!
5.45pm: photo op (We will take a photo to send to Strike 4 Repeal Ireland), 6.00pm: speech
6.10pm hand over to Polish campaign for their programme of speeches and performances 
til c.6.45pm Wear black - bring black umbrellas if you can (cheap ones are available in all drugstores), placards and signs.

#strike4repeal #repealthe8th #notacriminal

"The Strike 4 Repeal is a direct action that will take place on the 8th March 2017 in Ireland.
Our demand is that the Irish government call a referendum to repeal the 8th Amendment by the 8th of March. If not, we will strike."

"The Eighth Amendment equates the right to life of a pregnant woman with that of an embryo or foetus.
In doing so it criminalises abortion in all cases except where to continue a pregnancy would result in death"
(Abortion Rights Campaign FB)

"When we talk of 'Repeal' we mean that this fascist amendment MUST be repealed/removed from the Irish constitution to protect the lives of pregnant people in Ireland. Legislation for abortion in the Republic of Ireland cannot occur until this happens."
(Abortion Rights Campaign Webpage)

Ebenfalls am Oranienplatz trifft ab 18 Uhr dann auch noch eine Demo der Kampagne Międzynarodowy Strajk Kobiet/International Women’s Strike-Berlin aus Polen ein.

Not enough, further a rally of the campaign Międzynarodowy Strajk Kobiet/International Women’s Strike-Berlin from Poland also arrives at Oranienplatz around 6pm.

We shouldn't forget our sisters* in the USA of course who are so active in the last times... ♥
Photo via @lesbiansjpg 22 Jan 2017

Das klingt nach einer Menge Chaos – ich liebe das!
This sounds like a lot of chaos – I love that!
(^.^)
xxx
Magenta

Parties in Xberg

"If I can't dance, then it's not my revolution!"
(Emma Goldman)

Photo: "#OTD, 1977, #Blondie live at @TheWhiskyAGoGo in Los Angeles."
(via Sheena is a Punk Rocker @77MASH 16 Febr 2017)

Nach der gemeinsamen Abschlusskundgebung am Oranienplatz kann auf mindestens zwei Parties in der Nähe Feminismus gefeiert werden:

After the joint rally at Oranienplatz we can celebrate feminism on at least two parties nearby:

"Make Feminism A Party Again!" in der Möbel Olfe &
"Jeder Tag ist Frauen*tag" FLTI*-Party im Südblock.


PS:
Am 8. März startet auch die Berlin Feminist Film Week
(bis 15. März 2017).


Photo via/by @_realisto / unknown.


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