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Monday, February 9, 2015

Wie Toyah Diebel in 3 Minuten Pegida abschminkte

Berühmtes Szenen-Photo aus Toyah Diebels 'Pegida Make-Up Tutorial'

Hallo, Ihr Schnuffelhasen...

Pegida, Legida, Bärgida – in letzter Zeit hörte man ja nichts anderes... Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, hier kein Wort über diese aus der ewigen Jammer- und 'Opferstadt' Dresden kommende völkische Bewegung zu verlieren, da sie meiner Meinung nach von Anfang an viel zu viel mediale und politsche Aufmerksamkeit (und schlimmer noch: Verständnis) bekommen hat.

Im Rahmen meiner Artikel-Serie zu Kurdistan habe ich daher schon im November (neben einem kleinen Seitenhieb auf die ähnlich gelagerte AfD) das damals virulente Thema der 'Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa)' (gewissermaßen einer Vorläuferorganisation von Pegida) kurz & knackig mit einem Photo der widerlich-hasserfüllten Gesichter dieser Pratzen 'abgehakt'. Einen ähnlichen Gedanken muss die Moderatorin Toyah Diebel gehabt haben, die in ihrem berühmt gewordenen, 3-minütigen YouTube-Video die 'Pegidas' quasi im Vorbeigehen und äußerst unterhaltsam als das benannte, was sie sind: eine braune Brut.

Weil ich mich an ihrem lustigen Video nicht sattsehen kann und sich Toyah Diebel damit eine Erwähnung in diesem Blog definitiv verdient hat, hier nochmal ihr Make-Up-Tutorial für die kurzzeitige Pegida-Führerin Kathrin Oertel – vermutlich der 'mediale Todesstoss' für die (hautnah an den 'kleinen Leuten') als Wirtschaftsberaterin und in der Immobilienbranche tätige, deutschnationale Möchtegernpolitikerin, die nach Streit mit ihrem Kinderfreund, Pegida-Gründer Lutz 'Adolf' Bachmann, jetzt ihren eigenen armseligen Haufen gegründet hat. Wer also noch nicht über jene gelacht hat oder nochmal über sie lachen will:

Toyah Diebels
"Pegida Make-Up Tutorial: Kathrin Oertel" (19. Januar 2015)

... lasst uns über Rassismus reden

Das aber wie gesagt nur, weil es so endlos lustig ist, ich immer schon beim Eröffnungssatz vor Lachen in der Ecke liege, vor allem aber, weil Toyah ganze Arbeit für die Abwicklung von Pegida geleistet hat. Ansonsten bleibe ich bei meiner Haltung, solchen kleinkarierten, neidgeplagten, rassistischen Vollidioten nicht zu viel Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Dafür habe ich Gründe. Denn dass es in der Bundesbevölkerung einen gehörigen Bodensatz mit einem geschlossenen rechten Weltbild gibt, ist eine traurige, aber seit Jahrzehnten (!) bekannte Tatsache. Neu ist nur, dass sie sich die Mühe machen, ab und an von ihren Stammtischen aufzustehen, um AfD zu wählen oder gegen Flüchtlinge zu demonstrieren. Während die Dresdner Pegida ihr Führungspersonal u. a. auch aus FDP-Politikern rekrutierte (aus dieser Ecke ist, wie bei der AfD, wohl noch mehr rechtskonservativer und 'neu'rechter 'Nachschub' zu erwarten), sind in Berlin nach Polizeierkenntnissen alle Proteste gegen Flüchtlinge von bekannten Rechtsextremen organisiert worden. Das macht es nicht besser, relativiert aber die Behauptung, hier würde sich 'Volkes Stimme' artikulieren, erheblich.*

* [Nachtrag: Selbst die Berliner Caritas-Vorsitzende Prof. Dr. Ulrike Kostka spricht in Zusammenhang mit Pegida davon, dies sei "ein hoch gespieltes Phänomen", während die "Engagementbereitschaft" für Flüchtlinge so groß sei, dass sie manchmal "Freiwillige sogar vertrösten" müsse (Interview in der Berliner Woche, 25. Febr. 2015). Es hat System, dass von diesen Bürger*innen viel seltener die Rede ist.].

Flüchtlingsunterstützer von "Hellersdorf hilft" bei einer Menschenkette
mit Spenden für Asylsuchende (Okt. 2013)
Photo: Theo Schneider (Störungsmelder)

Die großen und monatelangen Mobilisierungen von, für und mit Flüchtlingen, zum Beispiel letztes Jahr in Berlin, haben dagegen keine solche Welle des öffentlichen Verständnisses ausgelöst, sondern waren und sind mit medialer und politischer Hetze konfrontiert und wurden mit teils brutaler Polizeigewalt niedergeschlagen. Auch habe ich noch keine/n Politiker*in gehört, die / der nach einer Rosa Luxemburg-Gedenkdemo oder einer revolutionären 1. Mai - Demonstration gesagt hat: "Oh, da waren über 20. 000 Menschen, vielleicht sollten wir den Kapitalismus abschaffen"... (^.^) Bundesweit überstieg die Anzahl der antifaschistischen Gegendemonstrant*innen jene der Rassisten übrigens selbst an den Tagen der größten Pegida / Legida etc.-Mobilisierungen im Januar deutlich. Trotz gegenteiliger Bemühungen (vor allem in Leipzig) ist Pegida zumindest in der Massivität ein Dresdner Phänomen geblieben und der Zenit der Bewegung offensichtlich allerorts überschritten (den braunen Stallgeruch wird die Stadt Dresden aber noch lange mit sich herumschleppen, oder wie es ein bloggender Freund ausdrückte: "Dresden ist ein Drecksloch!").

Menschenkette mit Spenden...
Dieses & nächstes Photo: Gerd Engelsmann / Berliner Zeitung

Viel erschreckender noch als der Rassismus von Teilen der Bevölkerung ist die Anbiederung von Politiker*innen der meisten Parteien an Pegida & Co. (mit Ausnahme der Grünen und der Linkspartei sowie, der Fairness-halber nicht unerwähnt, von Kanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble): eine große Koalition, die von den NPDlern, Nazi-Schlägern und Rechts-Hooligans bei den Pegida- und Oertel-Aufmärschen auf der Straße bis hin zum Bundestagspräsidenten Lammert (CDU) und SPD-Vizekanzler Gabriel ("Es gibt ein demokratisches Recht darauf, rechts zu sein oder deutschnational") reicht. Auch ex-Innenminister Friedrich (CSU) macht sich Sorgen um die "Identität unseres Volkes und unserer Nation“ und schlägt der CDU einen Rechtsruck vor. Nahtlos ins Bild passt dazu die unter Verweis auf Pegida nochmal forcierte rassistische Politik von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und seinem Innenminister Markus Ulbig (beide CDU), die Abschiebemaschinerie wird geölt. Eine leider sattsam bekannte Koalition, die wir schon aus den Jahren der Pogromwelle und der staatlichen und medialen 'Asyldebatte' nach der 'Wiedervereinigung' kennen: Biedermann und Brandstifter, Politik und Neonazis, Hand in Hand. Das alles wohlgemerkt nach Bekanntwerden des NSU-Komplexes und der tiefen Verstrickung des Staates darin. Darin sehe ich das eigentliche Problem. Leute wie Thilo Sarrazin (SPD, früher Deutsche Bundesbank), aber auch rassistisch-sexistisch-homophobe Knallköpfe wie Jürgen Elsässer (Compact) mit seinen eigenen 'Montagsdemonstrationen' haben in den letzten Jahren den Weg bereitet, Landespolitiker*innen, Bürgermeister*innen und Lokalpolitiker*innen gießen Öl ins Feuer. Wenig überraschende, traurige Realität, dass die Anzahl der Übergriffe auf Einwanderer*innen und Flüchtlinge erneut steigt.

...für Flüchtlinge in Berlin-Hellersdorf (Okt. 2013)

Im Gegensatz zu den Seil- und Eiertänzen vieler Politiker*innen ist es das Verdienst von Toyah Diebel, auf humorvolle Weise die ehemalige Pegida-Frontfrau und ihre (ehemalige) Organisation einfach als das zu bezeichnen, was sie sind: eine braune Politikerin und eine rassistische Vereinigung. Dies wurde auch noch einmal in diesem sehenswerten Video von BBC Trending deutlich, wo Toyah – auch unter Verweis auf Charlie Hebdo – nochmal zu ihrem Video und Pegida Stellung nahm:

BBC Trending "A 'Pegida makeover' #FreeSpeechStories" (26. Jan. 2015)

Schön auch, dass Toyah die ganze Woche der Berlin Fashion Week über Oertel & Pegida zumindest in den Sozialen Netzwerken definitiv die Show geklaut hat, von der Veröffentlichung des Videos am 19. Januar 2015 nur einen Tag nach Oertels begonnener Medienoffensive (mit der erstmaligen Teilnahme an einer Talkshow, auf Einladung von Günther Jauch!) bis zu ihrem Rücktritt am 27. Januar 2015 nach Pegida-internen Querelen. Das war's dann wohl auch. (^.^)
Merci beaucoup, Toyah!!!

Und jetzt noch ein bisschen...

Tratsch & Klatsch

Denn apropos Fashion Week – auf Toyahs Facebook gibt's auch hierzu einen kleinen Seitenhieb:

Toyah Diebel: "Dieses Bild erklärt für mich die Fashionweek Berlin. Kann man ja schon fast stolz sein nirgends eingeladen zu sein "

Du solltest vielleicht lieber zu unseren Veranstaltungen kommen, Toyah. Und das mit den Einladungen werden wir ändern – Du stehst bei uns dann auf der Gästeliste! :-)

Beeindruckend, selbstironisch und nicht gänzlich unvertraut: Toyahs Ernährungsgewohnheiten (^.^)

  
Toyah Diebel "Mein Gourmet-Leben: The Taste schauen und währenddessen Dosenfraß reinschaufeln"
"Falls mich mal jemand heiraten will, bitte das hier dann!" (FB 1. Jan. 2015)

Warte mal, Toyah, da hab ich was für Dich:


... gibt's auch in vegetarisch:


Nochmals Danke Toyah,
STYLE! IT! TAKES! liebt & heiratet Dich!!!
(^.^)

Toyah Diebel 'in Echt'

  

Alle Bilder von Toyah Diebels FB-Seite:
außer
Herzpizza 1 von www.lilopotanien.de
Herzpizza 2 von http://sunny7.at (mit Rezept)

Monday, January 19, 2015

Ohne Brot, keine Butter - ohne Butter, keine Sahne!

Erklärung von STYLE! IT! TAKES! zur Berlin Fashion Week, Januar 2015

Performerin und Tänzerin Clea Cutthroat beendete STYLE! IT! TAKES! # 4 - Re-Thinking Punk mit einer ekstatischen Performance, bei der mit so ungefähr allen zur Verfügung stehenden Mitteln - von Champagner bis Sahne - hantiert wurde. :-) Urban Spree (Friedrichshain), Berlin Fashion Week Januar 2014
Photo: Benjamin Lippke (House of Rough Arts)


Bread & Butter pleite, Fashion Week regnerisch bis bewölkt

Er gilt als Visionär, aber auch als 'Querkopf', und beides hat ihn mir natürlich sympathisch gemacht: Karl-Heinz Müller von der Bread & Butter. Nicht nur Berlin braucht solche Leute und wir zählen uns selbst ja auch dazu. Nach den Absagen der 'traditionellen' Show von Designerin Leyla Piedayesh (Lala Berlin) und der Michalsky StyleNite (dazu weiter unten mehr) muss die Berlin Fashion Week diesmal auch ohne die Bread & Butter-Messe auskommen, die bisher wie die StyleNite eine feste Größe und eine der tragenden Säulen der Modewoche war. Man ist, flapsig formuliert, pleite. Auch der Vintage-Markt Toast & Jam, bei der letzten Fashion Week im Juli als "Vintage Circus / Vintage Fashion Fair" Teil der Bread & Butter, fällt diesmal flach. Zunächst hatte es geheißen, die B&B-Messe ziehe (wieder) nach Barcelona (wo sie ja schon höchst erfolgreich stattgefunden hat), dann war doch wieder Berlin im Gespräch. Aber beides wurde nichts: das Unternehmen mit 82 Mitarbeiter*innen musste Insolvenz anmelden, unter anderem waren die langfristigen Mietverpflichtungen (bis 2019!) für das ehemalige Flughafengebäude in Tempelhof nicht mehr zu bezahlen, wie zu hören ist. Aber auch die Händler wurden zunehmend zurückhaltender, große Marken hatten sich schon früher abgesetzt. Kurz: zu wenig Anmeldungen, letztlich wohl aber auch zu wenig Unterstützung durch die Stadt Berlin.

Die Showroom Days, die wir als eines der wichtigsten und besten Projekte der Berlin Fashion Week erachten, weil sie ganz in unserem Sinne einen Rahmen dafür bieten, dass auch 'kleinere' Designer*innen, Boutiquen, Models und Veranstalter*innen ins Rampenlicht kommen und auch 'Normalsterbliche' Zugang zu Veranstaltungen bekommen, sahen sich diesmal erstmals dazu gezwungen, eine (für manche Veranstalter*innen nicht unerhebliche) Anmeldegebühr zu erheben, um ihre engagierte Arbeit zu finanzieren. Langfristig könnte dies aber leider zu einem weiteren Rückgang kleinerer Veranstaltungen führen - oder sie zumindest aus dem offiziellen Programm verschwinden lassen. Wäre gerade das nicht ein 'Fall' für Unterstützung von der Stadt Berlin?
Unter anderem aus Sorge vor den Kosten wird es bei dieser Fashion Week nach fünf wunderschönen Veranstaltungen in Folge diesmal auch keine Style! It! Takes! Ausgabe geben. So: Who shot Berlin Fashion Week?

Die Musikerin und Sängerin Nora Below trägt ein Headpiece von Maskenzauber (Berlin)
Show im Garten des Chalet Clubs (Kreuzberg) bei STYLE! IT! TAKES! # 3, Berlin Fashion Week Juli 2013
Photo: Jarka Snajberk (Springbuck Photography)

Der Bassist The Devil in einem Dolce&Gabbana-Anzug und die Sängerin Nora Below in einem Rock und Korsett der Berliner Mode-Designerin Lily Cut bei ihrer Show im Garten des Chalet Clubs (Kreuzberg)
STYLE! IT! TAKES! # 3, Berlin Fashion Week Juli 2013
Photo: Jarka Snajberk (Springbuck Photography)


Stadt Berlin: Augen zu und Geld rauswerfen, bis es quietscht

All dies steht durchaus im Widerspruch zur immer unerträglicher werdenden touristischen Propaganda-Maschine der 'Hauptstadt Berlin', die sich immer geschichtsvergessener und realitätsferner als weltoffene und kulturell lebendige Stadt vermarktet, während auf den Straßen Deutschlands und auch Berlins Bürgerinitiativen gegen Kriegsflüchtlinge hetzen und Übergriffe und Anschläge auf Flüchtlinge und Linke, auf jüdische Bürger*innen und Moscheen verübt werden.

Zu dieser verschobenen Wahrnehmung passt eine 'Kulturhauptstadt', in der Büroräume gebaut statt Atelier- und Proberäume gefördert werden, in der viele Mode-Designer*innen, Künstler*innen, Veranstalter*innen, Kultureinrichtungen und alternative Projekte ums finanzielle Überleben ringen müssen und das Geld stattdessen für unsinnige und fragwürdige Großprojekte wie das Stadtschloss, die x-te Shopping-Mall, die nächste idiotische Olympia-Bewerbung oder politisch höchst zweifelhafte Spektakel á la Feierlichkeiten zum 'Mauerfall' ("Lichtgrenze") investiert wird, ohne die Reichspogromnacht am 9. November 1938 überhaupt noch zu erwähnen. Ohnehin scheinen die politisch Verantwortlichen sich zum Ziel gesetzt zu haben, einfach nur noch von Großevent zu Großevent zu hopsen, ob Fussball-WM, 9. November oder Silvester-Party scheint mittlerweile eigentlich auch egal zu sein, Hauptsache Spektakel, ex und hopp wie die viel kritisierte 'Fast Fashion'.

Gleichzeitig werden schon seit Jahren in einer unglücklichen Allianz von Stadt, Spekulanten und lärmempfindlichen Nachbar*innen gerade die Projekte an den Rand gedrängt oder zum Aufgeben gezwungen, die Millionen vor allem junger Menschen aus der ganzen Welt nach Berlin lock(t)en und von Berlin faszinier(t)en, von besetzten Häusern (2011 Räumung des (angeblich) letzten besetzten Hauses Liebigstraße 14 in Friedrichshain) zu Kunst- und Kulturzentren (Beispiel: geräumtes Tacheles), von tradierten Berliner Kneipen (Beispiel: das von einem so genannten 'Investor' vertriebene, 121jährige Alt-Berlin) und an den Finanzen für Lärmschutzmaßnahmen scheiternden Clubs (Knaack, .HBC, KingKongKlub etc.) bis hin zu den Möglichkeiten nicht-kommerzialisierter und / oder experimenteller Räume.
 
STYLE! IT! TAKES! # 4 - Re-Thinking Punk im Urban Spree (Friedrichshain), Berlin Fashion Week Januar 2014:
Sängerin Näd Mika live in einem Outfit von Wunschgestöber und ihre polnische Tänzerin Anita
Photo: Benjamin Lippke (House of Rough Arts)
Ein Model der Transgender Fashion Show von Baal (Berlin)
Photo: Lux Artifex (Atelier 'et Lux')

Es sind gerade solche Räume, in denen sich unser kleines, aber kosmopolitisch ausgerichtetes STYLE! IT! TAKES! Projekt entfalten konnte und kann, in denen wir unsere Vorstellungen unter großem Engagement der Mitarbeiter*innen verwirklichen konnten und können. Trotz der wichtigen, guten und engagierten Kulturarbeit solcher Clubs, Vereine und Projekte, erhält kaum eine der Locations relevante Unterstützung der Stadt Berlin. Was wiederum bedeutet, dass wir das Geld für unsere recht aufwendigen Veranstaltungen trotz großem Entgegenkommen der Clubs von dem meist nicht sehr finanzkräftigen, meist eher jungen Publikum reinholen müssen. Eingeklemmt zwischen dem Wunsch, bezahlbare Eintrittspreise und gleichzeitig ein anspruchsvolles Programm anzubieten, schränkt dies unsere Möglichkeiten traditionell nicht nur extrem ein, sondern hat auch unser engagiertes Projekt trotz großem Zuspruch in Richtung 'Insolvenz' getrieben, obwohl immer mehr Beteiligte ohnehin schon ehrenamtlich arbeiteten und / oder auf Gagen verzichteten.

Die staatlich und städtisch geförderte Tendenz zur 'Shopping-Mallisierung' und die immernoch ungebremste Entwicklung auf dem Immobilienmarkt treibt zudem die ohnehin schon ums Überleben kämpfenden kleinen Geschäfte, Boutiquen und Jung-Designer*innen in weitere Existenznöte. Wer von denen wird eigentlich mit öffentlichen Geldern der Stadtentwicklung, Struktur-, Wirtschafts- und Kulturförderung unterstützt?


Netzwerke: Die Sängerin Nora Below präsentiert Mode von Gregor Marvel (Friendly Society, Berlin-Mitte) im Grünen Salon der Volksbühne (Mitte) bei STYLE! IT! TAKES! # 2, Berlin Fashion Week Januar 2013
Photo: Lux Artifex (Atelier 'et Lux')
*
Model und Schauspielerin Sonja Ruska im Blue Blume Dress und Kuratorin Kersten Haines im Black Blume Dress, beide von Vilorija Fashion Paris, am Nachmittag vor unserem Late Summer Salon in der
Friendly Society, Berlin-Mitte, August 2014
Photo: Benjamin Lippke (House of Rough Arts)
*
Model Kelly trägt das Red Blume Dress von Vilorija Fashion Paris im Hof des Panke Clubs (Wedding) bei
STYLE! IT! TAKES! # 5 - Gärten der Lüste, Berlin Fashion Week Juli 2014
Photo: Benjamin Lippke (House of Rough Arts)


Berlin ist nicht Paris oder Mailand

"Die Deutschen haben ein Problem mit Mode. Man möchte selten auffallen. Deswegen gehen alle in die Kaufhäuser und wählen das, was auch der Nachbar trägt."
(Nadine Barth, Model und Autorin)

  
Mode-Designerin Thea Adora Bauer (Degenerotika) und die ausstellende Künstlerin und Photographin Slavica Veselinovic (Shąvi Ląvi) aus Slowenien, beide in bezaubernden Outfits von Degenerotika Fashion, und die Gäste EN Finsternis aus Usbekistan und Boris von der Hot-Wave Band The Wings of Desire (Israel / Berlin) vor unserer Street Glamour Photo Wall im Urban Spree (Friedrichshain) bei
STYLE! IT! TAKES! # 4 - Re-Thinking Punk, Berlin Fashion Week Januar 2014
Photos: Lux Artifex & Eve Lumiere (Atelier 'et Lux')

Wenn wir ehrlich sind, ist Berlin sowieso nicht gerade berühmt für ein ausgeprägtes Modebewusstsein. In meinen Augen war auch ein Großteil der Bemühungen, die Berliner 'Street Fashion' zu einer neuen 'Ikone' zu erheben, eher aussichtslos und hoffnungslos. Mit glänzendem und freudestrahlendem Blick auf unsere (und auch viele andere) stilvollen, kreativen, glamourösen und / oder avantgardistischen Designer*innen, Künstler*innen und Tänzer*innen hat STYLE! IT! TAKES! sich davon immer bewusst abgegrenzt. Wir sehen unsere Mission eher darin, dafür zu werben, dass Mode auch spannend, wunderschön, edel, einzigartig, erotisch, niveauvoll, außergewöhnlich, interessant, politisch und / oder stylish sein kann - als Kontrapunkt zum mehrheitlich auf den Berliner Straßen oder im Nachtleben zu sehenden 'ich bin garnicht da bzw. ich mache mir nicht so viel aus Mode und präferiere das Praktische'-Look.

Seltsamerweise haben die großen Veranstaltungen sich demgegenüber in unseren Augen wenig Mühe gegeben, breitere Bevölkerungskreise für Mode zu interessieren oder zu begeistern, ja mehr noch, sie haben sie oft eher durch gewollte 'Exklusivität' ausgeschlossen, allen voran die zentrale, aber öffentlich ausdrücklich nicht zugängliche Mercedes Benz Fashion Week. Verrückterweise, aber vollkommen ins Bild passend, wird gerade auch diese Veranstaltung des finanzkräftigen Großkonzerns von der Stadt (dem Senat für Wirtschaft, Technologie und Forschung) und aus Fördertöpfen der EU öffentlich gefördert. Als Karl-Heinz Müller letzten Januar die Überlegung äußerte, die Bread & Butter im Juli auch für die so genannten Konsument*innen zu öffnen, wurde sofort von der Presse zurückgeschossen: "Muss das sein?" fragte etwa die Online-Ausgabe der ZEIT und bejammerte schon in der Überschrift "Zum letzten Mal geschlossene Gesellschaft" (18. Jan. 2014). Es ist wirklich manchmal zum Kopf auf den Tisch schlagen.

Gäste und Photograph*innen vor Elke Graalfs' in unserer Galerie ausgestellten Mantel-Bildern während der Transgender Fashion Show von BAAL @ STYLE! IT! TAKES! # 4 - Re-Thinking PUNK,
Urban Spree (Friedrichshain), Berlin Fashion Week Januar 2014
Photo: Jarka Snajberk (Springbuck Photography)

Dabei wäre gerade in einer Nicht-Modestadt wie Berlin das allererste Projekt doch, die Mode-Muffeligkeit vieler Berliner*innen durch Teilnahme, Zugänglichkeit und Neugier zu durchbrechen. Die Showroom Days haben entschieden dazu beigetragen und in einem natürlich begrenzten Maßstab ist dies auch unserem kleinen Projekt gelungen, in dem wir sogar sehr modefremde Kreise für dieses Thema begeistern konnten und können. Aus eigener Erfahrung wissen wir aber auch, wie schwer das manchmal ist und wieviel Überzeugungsarbeit dafür nötig ist. Immer nur auf die anreisenden Tourist*innen zu schielen ist dagegen das Gegenteil von dringlich notwendiger Basis- und Überzeugungsarbeit und korrespondiert nur mit der Zurichtung Berlins auf das schnelle Geld, anstatt die global und multikulturell zusammengesetzte Bevölkerung und ihre Kreativität und Vielfalt als Ausgangspunkt für die (nicht nur kulturelle) Stadtentwicklung zu nehmen. Ich möchte in diesem Zusammenhang daran erinnern, dass allein bei unseren fünf ersten Veranstaltungen Künstler*innen und Designer*innen mit einem Hintergrund aus über zwanzig (!) Ländern beteiligt waren.

Die argentinische Hutmacherin Yan Xcess (YAN HATS) und die aus Usbekistan kommende Performerin EN Finsternis Backstage beim Drapieren eines Fascinators von Yan Hats im Panke Club (Wedding) bei
STYLE! IT! TAKES! # 5 - Gärten der Lüste, Berlin Fashion Week Juli 2014
Photo: Tania Castellvi (Fotania)


Fehlt es an Glamour?

  
Evilyn Frantic aus Finnland präsentiert ihre eigene Mode mit einer Feuershow
im Hof des Panke Clubs (Wedding) bei STYLE! IT! TAKES! # 5, Berlin Fashion Week Juli 2014
Photo: Benjamin Lippke (House of Rough Arts)
Marlene von Steenvag präsentiert Miss Moss Corsets im Grünen Salon der Volksbühne (Mitte) bei
STYLE! IT! TAKES! # 2, Berlin Fashion Week Januar 2013
Photo: Lux Artifex (Atelier 'et Lux')

Dieser Verdacht wurde schön öfters geäußert. Wenn wir an Ereignisse wie das Film-Festival Berlinale denken, wissen wir aber, dass es auch in Berlin durchaus möglich ist, Glamour, öffentliches Interesse und 'Massenbeteiligung' zusammen zu bringen. Und hinsichtlich der Mode gibt es auch noch ein anderes Berlin, und wenn wir an die 'Goldenen Zwanziger'-Jahre zurückdenken, auch andere Berliner Traditionen. Nicht umsonst haben wir bei allen Veranstaltungen gerne mit Akteur*innen aus Berlins umtriebiger und lebendiger Burlesque- und Fetisch-Szene zusammengearbeitet. Auch wenn dies natürlich nur ein kleiner Ausschnitt von dem ist, was Mode ist oder sein könnte, so finden sich hier zumindest mode-affine, kreative, stylische und erotische Akteur*innen, die sich für Mode nicht nur interessieren, sondern sie auch auf oft wunderbare Weise inszenieren. Es gibt sie also, die Berliner Modewelten jenseits von 'grauem' 'Street Look' und 'Prenzlberger-Öko-Filz-Fashion'.


Clea Cutthroat präsentiert Lingerie von Black Blvd (Berlin / New York) im Garten des Chalet Clubs (Kreuzberg) bei STYLE! IT! TAKES! # 3, Berlin Fashion Week Juli 2013
Photo: Jarka Snajberk (Springbuck Photography)

Auch die vielen, meist jungen Mode-Blogger*innen gehören definitiv dazu, jedenfalls wenn mensch einem Großteil von ihnen mal 'abgewöhnen' könnte, hauptsächlich über die jüngsten Einkäufe bei Primark, Urban Outfitters & Co. oder die neuesten Make-up-Werbegeschenke zu berichten. Natürlich ist auch das eine Geldfrage. Allerdings gehört zum Mode-Bewusstsein eben auch, dass wir nicht wöchentlich Billigprodukte kaufen (und kurz danach wieder entsorgen) müssen, und dass wir vielleicht an einem teureren, von einer der vielen jungen Berliner Designer*innen (oft sogar maß-) gefertigten (Einzel-) Stück längere und nachhaltigere Freude haben können. Viel Überzeugungsarbeit wartet da - die meist prekären Berliner Designer*innen werden es sicherlich ebenso danken wie unsere im alltäglichen Leben oft ästhetisch gelangweilten Augen. Die positiven Rückmeldungen und die Dankbarkeit einiger unserer Designer*innen für unser Projekt sprechen diesbezüglich Bände.

 
Kuratorin Kersten Haines in dem Amazone-Kleid von Knoth Kouture (Berlin) (links) bei der Ansage zu
Marlene von Steenvags 'Opium & Bondage' Show (rechts) im Grünen Salon der Volksbühne,
STYLE! IT! TAKES! # 2, Berlin Fashion Week Januar 2013
Photos: Lux Artifex (Atelier 'et Lux') / Jarka Snajberk (Springbuck Photography)

Unsere Models Tingting Wu im Blue Blume Dress und Teresa Peitz im Ballerina-Pink Silk Dress
tragen Designer-Mode von Vilorija Fashion, Paris
Backstage im Panke Club (Wedding) bei STYLE! IT! TAKES! # 5, Berlin Fashion Week Juli 2014
 Photo via Tingting Wu


Aus der Not eine Tugend machen

Themen wie Recycling und Upcycling beschäftigen auch die in Berlin lebende japanische Designerin
Yukiko Yamane vom Label MAGPIE. Ihre Entwürfe zeichnen sich durch eine verspielt-provokative
Politik der Einmischung aus, ob es um Gender-Themen, Atomkraft oder Queerness geht.
Bei STYLE! IT! TAKES! # 3 (Berlin Fashion Week, Juli 2013) wurden Upcycling-Handtaschen von ihr präsentiert.
Photo: Miki Matsuoka

Oft wurde die Tendenz gelobt, einen starken Schwerpunkt der Berlin Fashion Week auf so genannte 'Eco / Green Fashion' und auf Themen wie Nachhaltigkeit zu legen. Daran ist nichts falsch, zumindest solange damit nicht 'esoterische' Tendenzen oder die ohnehin schon ästhetisch schwer auszuhaltene Muffigkeit, Infantiliserung und 'Tantisierung' von Teilen angeblich 'alternativer' Berliner Mode befördert werden (ein Rundgang durch den Prenzlauer Berg mag dabei helfen, zu verstehen, was damit gemeint sein könnte). Wichtiger noch ist es, dringend nötige Diskurse und eine echte Politisierung von Mode im Sinne einer Auseinandersetzung mit den (nicht nur ökologischen) Produktionsbedingungen von Mode anzustoßen, hier in den Metropolen wie auch in der so genannten 'Dritten Welt' (wenn wir zum Beispiel nach Italien schauen, sind die Verhältnisse ohnehin manchmal kaum zu unterscheiden). Denn das alles gehört untrennbar zusammen, obwohl in den Köpfen der Verbraucher*innen meist nur der ökologische oder tierschützerische Aspekt Beachtung findet (ist das tierversuchsfrei?) - wie die 'Bio-Bananen' in den Geschäften zwar vielleicht ungespritzt sind, aber noch lange nicht für faire Arbeitsbedingungen stehen. Hauptsache 'Öko' und 'handgemacht' und das bürgerliche Bewusstsein scheint beruhigt.


Kosmopolitik fängt vor der Haustüre an

Anstatt bürgerliche Wohlfühlattitüden zu fördern, finden wir es interessant, wenn sich Mode tatsächlich mit den Fragen der Zeit auseinandersetzt - von der Unterstützung von Flüchtlingen und dem Engagement gegen den um sich greifenden Rassismus über den 'Arabischen Frühling' (der in unseren Augen nur 'auf Eis gelegt', aber keinesfalls vorbei ist) bis zu den aktuellen Bürgerkriegen im Irak und in Syrien. Wo findet das in der Mode statt? Wo mischt sich Mode ein? Von bekannten Ausnahmen wie Vivienne Westwood abgesehen ist viel zu selten etwas davon zu sehen oder zu hören. Und wie könnte sich die Fashion Week tatsächlich auch für Designer*innen aus jenen Ländern öffnen, die im Mode-Diskurs höchstens blitzlichtartig ins Bewusstsein rücken, wenn mal wieder eine für die westlichen Märkte produzierende Textilfabrik einstürzt? Wo sind die Designer*innen aus Tunesien, Irak, Pakistan, Ägypten usw. (es gibt sie, auch auf der Fashion Week)? Wer lädt sie ein, wer diskutiert mit ihnen, wer verschafft ihnen Zugang zu Shows und Märkten? Wo, wie und von wem wird das diskutiert? Gerade die internationale Magnetwirkung und der multikulturelle Charakter von Berlin sind doch eine gute Ausgangsbasis für solche Kooperationen.

Die argentinische Hutmacherin Yan Xcess (YAN HATS), Tänzerin und Bloggerin EN Finsternis aus Usbekistan in einem Kleid von V i a n Fashion (Berlin), beide mit Faszinatoren von Yan Hats, und der Electro-Musiker Patokai aus Buenos Aires, wie Yan in einem Outfit von Vibradios Fashion (Argentinien).
Im Panke Club (Wedding) bei STYLE! IT! TAKES! # 5, Berlin Fashion Week Juli 2014
Photo: Benjamin Lippke (House of Rough Arts)

Ein entsprechendes Unbehagen muss auch Designer Michael Michalsky beschlichen haben, dessen Michalsky StyleNite bisher ebenso wie die Bread & Butter zu den Säulen der Fashion Week zählte, aber bereits im Oktober 2014 ebenfalls für diese Saison abgesagt wurde. Der Designer will das Geld, das seine Veranstaltung kostet, lieber für die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" spenden, einen Schritt, den wir außerordentlich begrüßen, sehr ehrenwert und den 'düsteren Zeiten' angemessen finden. Dennoch bleibt die Frage, ob und wie es möglich wäre, Mode und gesellschaftliches Engagement unter einen Hut zu bekommen, in dem die beiden Welten nicht im Widerspruch zueinander stehen, sondern ineinandergreifen.

Wir haben für all das allerdings auch erst wenige praktische Lösungen gefunden. In den letzten Monaten hat dieser Blog zumindest damit angefangen, am Beispiel der H&M Herbstkollektion Mode zu re-politisieren und mit den gesellschaftlichen Entwicklungen und Konflikten in Beziehung zu setzen, im konkreten Fall Bezug nehmend auf den Kampf der Kurd*innen gegen den terroristischen 'Islamischen Staat' in Syrien und im Irak (Artikel-Serie "Von H&M nach Kobane"). Auch haben wir uns an der thematisch verwandten Kampagne "Nachtleben für Rojava", der von Berliner Clubs, Bars und Veranstalter*innen erfreulicherweise initiierten Spendenkampagne für die Menschen in der nordsyrischen Bürgerkriegsregion beteiligt. Aber wie bei Michalsky im Großen hat dies auch bei uns mit dazu beigetragen, uns gegen eine STYLE! IT! TAKES! im Januar zu entscheiden, da die Veranstaltungen auch bei uns aufgrund der Vielzahl der Beteiligten bisher eher Kosten verursachen denn etwas einbringen. Optimal ist anders. Ohnehin kann das alles nur ein Anfang sein, bei uns wie bei Michael Michalsky. Ohne Geld aber wird unser Handlungsspielraum diesbezüglich und auch anderweitig weiter eingeschnürt sein. Das muss sich ändern.

Kooperationen: die kroatische Electro-Musikerin Popsimonova in einem Outfit des in Berlin ansässigen, ursprünglich slowenischen Labels Degenerotika, photographiert von der slowenischen Künstlerin Slavica Veselinovic (Shąvi Ląvi). Alle drei Freundinnen sind mit dem jugoslawischen Bürgerkrieg aufgewachsen.
Outfit für STYLE! IT! TAKES! # 2, Berlin Fashion Week Januar 2013.
Photo: Slavica Veselinovic (Shąvi Ląvi)

Kuratorin Kersten Haines im The Blossom Dress von Degenerotika bei der sehr politischen Eröffnungsansprache, u. a. mit Referenzen auf die Flüchtlingskämpfe in Berlin, bei STYLE! IT! TAKES! # 4 - Re-Thinking Punk im Urban Spree (Friedrichshain), Berlin Fashion Week Januar 2014
Photos: Benjamin Lippke (House of Rough Arts)


STYLE! IT! TAKES! auf der BERLIN FASHION WEEK

Nach fünf wunderschönen Veranstaltungen während der Showroom Days (an dieser Stelle herzlichsten Dank an alle, vor allem an Yana Ratthey & das Café Palermo für ihr wundervolles Engagement!) der Berlin Fashion Week (Juli 2012 - Juli 2014) werden wir diese Berlin Fashion Week nun also auslassen und die Seiten wechseln, indem wir uns die laufenden Veranstaltungen mal selbst anschauen - etwas, was in den vergangenen Mode-Wochen aufgrund der Vorbereitungen für unsere eigenen, üblicherweise am Ende der Woche gelegenen Events immer entschieden zu kurz kam.

Karl-Heinz Müller hat sich übrigens doch noch dazu entschlossen, etwas zu veranstalten. Unter dem vielversprechenden Motto "Back to the Street" ist in einem sehr viel kleineren Rahmen eine "Guerilla Tradeshow" im 'Headquarter' der im Insolvenzverfahren befindlichen Firma in Mitte geplant. Wir sind gespannt! Zurück auf Start ist keine falsche Richtung, wenn es der Orientierung dient, das gilt auch für uns. Wenn der ganze Rummel vorbei ist, werden wir uns daher mit neuer Kraft und neuen, hoffentlich auch finanziell tragfähigen Konzepten an die anstehende STYLE! IT! TAKES! Ausgabe # 6 machen - gegebenenfalls auch ganz ohne Fashion Week. Schließlich sollte Mode nicht nur zweimal im Jahr ein Thema sein. Ihr könnt Eure Flitzebögen also schon mal spannen - bloß nicht schießen! (^.^)

  
Asia Fusion / Tribal Fusion / Bellydance Tänzerin Namjira präsentiert bei ihrer 'Geisha Performance' ein Headpiece von Sweet Hattrice (Berlin)
Die Rhythmische Sportgymnastin Maria Kaledenkova bei einer ihrer Shows
im Garten des Chalet Club (Kreuzberg) bei STYLE! IT! TAKES! # 3, Berlin Fashion Week Juli 2013
Photos: Jarka Snajberk (Springbuck Photography)


STYLE! IT! TAKES!
wünscht allen Beteiligten und Besucher*innen eine wundervolle
Berlin Fashion Week Januar 2015
Wir freuen uns - trotz alledem!

xxx
Kersten Haines
Kuratorin
STYLE! IT! TAKES!
http://style-berlin.blogspot.de
magenta.netzwerk[at]gmx.de

Thursday, October 2, 2014

Unicorn is in the box ♥ Einhorn ist in der Box

BON TON - EMANCIPATION
Installation
by Agnė Biskytė (BIS A BIS)
Photo by Agnė Biskytė
[English below]

[gepostet am 21. Sept. 2014, aufgrund technischer Probleme mit dem Blog-Archiv auf Oktober verschoben /
posted on 21st of Sept. 2014, postponed to October due to technical problems with the blog archive]

Eine zeitlang habe ich bei den Planungen für die letzte STYLE! IT! TAKES! in der PANKE darüber nachgedacht, ob ich wieder das Stichwort "Arts (Kunst)" zu unserem Untertitel "Fashion, Performances & Music" hinzufügen soll - Ideen und Möglichkeiten hätte es genug gegeben. Am Ende habe ich mich dazu entschieden, es wegzulassen, da es als zu viel Arbeit erschien, wieder eine Kunstausstellung wie erstmals im Januar in der Urban Spree Galerie bei unserer edition number # 4 zu organisieren - und unser Programm war auch schon wieder so voll...
Bis Inka und ich eines Tages während eines organisatorischen Besuches im PANKE Club diese wundervolle Frau trafen: Kuratorinnen-Kollegin Asta Labžentytė aus Litauen... Sie organisierte dort gerade eine Kunst & Mode Ausstellung mit acht Litauischen Designer*innen - genau wie wir für die Berlin Fashion Week. Also beschlossen wir, uns zusammen zu tun und - obwohl die Zeit für uns beide sehr kurz war während dieser stressigen Tage - ihre großartige Ausstellung mit dem schönen Titel "Unicorn is in the box / Einhorn ist in der Box" und unser fünftes STYLE! IT! TAKES! Event "Gärten der Lüste" am 12. Juli 2014 zu teilen. Höchste Zeit für ein Tribute an Asta und ihre tolle Ausstellung!!! ♥♥♥

Curator Asta Labžentytė (left) planning her exhibition @ PANKE Club / Berlin - Wedding
Photo by Robert Muravskij

Planning the last STYLE! IT! TAKES! event at PANKE club, for some time I thought about whether adding the point "Arts" to our subtitle "Fashion, Performances & Music" again - there have been enough ideas and possibilities for that. In the end I decided to leave it out, since it seemed too much work to organize an art exhibition again like for the first time in January at Urban Spree Gallery at our edition number # 4 - and our programme was so full again already...
Till, one day during an organisational visit in PANKE Club, Inka and me met this wonderful woman: fellow curator Asta Labžentytė from Lithuania... She was just organizing an arts & fashion exhibition there with eight Lithuanian designers - just like us for Berlin Fashion Week. So we decided to join forces and - though time was short for both of us during these stressy days - we shared her great exhibition with the beautiful title "Unicorn is in the box" and our fifth STYLE! IT! TAKES! event "Gardens of Desire" on 12th of July 2014. High time for a tribute to Asta and her terrific exhibition!!! ♥♥♥

Endless skies of possibilities... daytime sky of PANKE Club Yard (Berlin-Wedding) :-)
wonderfully photographed by Robert Muravskij

EINHORN IST IN DER BOX

Während der Berlin Fashion Week hinterfragten acht junge Litauische Modedesigner das Konzept der Mode mittels zeitgenössischer Kunst. Ihre Arbeiten wurden in den Räumlichkeiten von “PANKE Kultur" präsentiert. Es war eine unkonventionelle Mode-Ausstellung, die Einwände erhob gegen die für die Modeindustrie übliche Konsumkultur und deren kommerzielle Auswirkungen. Die konzeptionelle Ausstellung und ihre Ausdrucksmittel (Performances, Objekte, Installationen, Audio und Video Arbeiten) luden sowohl Künstler*innen als auch Besucher*innen dazu ein, über die Grenzen zwischen Mode und Kunst nachzudenken.

Teilnehmende Designer*innen / Participating designers:
Vidmina Stasiulytė, Rūta Zlatkauskienė, Agnė Biskytė (BIS A BIS), Jurga Sutkutė, Benas Bogušas, Rūta Sakalauskaitė (beleberda), Aneta Mackonytė, Kristina Valančiūtė.

Kuratorin / Curator:
Asta Labžentytė

Der außerordentlich schöne Ausstellungskatalog /
The extraordinarily beautiful exhibition catalogue online:


UNICORN IS IN THE BOX

During the Berlin Fashion Week, 8 young Lithuanian fashion designers questioning the concept of fashion by means of contemporary art have been presented at the “PANKE culture” spaces. It was an unconventional fashion exhibition which contradicted commercial implications and consumer culture, constantly articulated by the fashion industry. The conceptual exhibition and its means of expression (performances, objects, installations, audio and video works) invited both artists and visitors to ponder upon the boundary between fashion and art.


Photo: Unicorn is in the box curator Asta Labžentytė


Ein paar schöne Gedanken zum Verhältnis von Mode (-Design) und Welt / Gesellschaft / Individuum, ausgewählte Ausstellungs-Bestandtteile und einige ihrer Interaktionen mit unserem Event möchte ich Euch nicht vorenthalten... ♥

Some beautiful thoughts about the relation of fashion (design) and world / society / individual, selected parts of the exhibition and some of their interactions with our event I don't want to keep back from you... ♥

(much more than) A colourful start...

Just a part of Aneta Mackonytė's interactive, ritualistic performance project "m. a. p." (2014),
which raises questions of sustainability and the relations of fashion, clothing, human beings and earth
- a possibility for dreams to come true...
Photo: Unicorn Is In The Box Promo Pic

Q: What is the best piece of advice you have ever received?
Aneta: Breathe.
Q: What is the dearest or the most important thing on earth?
Aneta: The Earth.
Q: The chicken or the egg?
Aneta: Perhaps the egg - our planet and everything what's within.

(excerpts from the interviews in the catalogue.
Every designer/artist has been asked the same 30 questions - nice idea!)

Our performer MISTRESS WANDA aka Nini van Deering in the PANKE Club Garden earlier in the afternoon
@ STYLE! IT! TAKES! # 5 with this times' topic "Gärten der Lüste / Gardens of Desire"
Photo by House of Rough Arts

Grün und bunt begann auch unsere schöne Feier... ♥
Also our beautiful 'feast' started green and colourful... ♥

      
Audience snapshots of the VILORIJA Fashion Show ("Blume" (flower) collection)
Berlin Fashion Week, 12th of July 2014 at PANKE Club Wedding
Photos by Frau Jünger (left) & Beatrix P. (right)

Forms and transitions...

... und für unsere Gäste blieb ein Großteil der Ausstellung, die über die Woche hinweg in der PANKE zu sehen war, erfreulicherweise auch bei unserer Veranstaltung präsent. Hier die Installation "(UNI)FORM - (MULTI)FORM" von Benas Bogušas im Konzertraum zu Zeiten des Soundchecks am Nachmittag, die vor Show-Beginn dann allerdings teilweise abgebaut werden musste, um mehr Platz für das Publikum zu schaffen. Aber es passte gut, denn mit der Installation erkundet Mode-Schöpfer Benas Bogušas...

... and a large part of the exhibition - which was to be seen over the week in the PANKE - fortunately stayed present for our guests also at our event. Here the installation "(UNI)FORM - (MULTI)FORM" by Benas Bogušas in the concert room at times of the soundcheck in the afternoon, which nevertheless had to be partly removed then before stage time in order to achieve more space for the audience. But it suited fine, since with this installation, fashion designer Benas Bogušas analyses...

"the links between a creative personality and the world around him/her. Having employed a cube as a geometrical form and a symbol of a reserved personality, the author manipulates its integrity. When dividing and transforming its rigid form, (...) Bogušas alters the structure of the cube as well as the colours and number of its sides to expose both the process of transformation and the transition between the dark and the light, closure and exposure."
(all quotes from the catalogue)

Part of the work ""(UNI)FORM - (MULTI)FORM" by Benas Bogušas
What appears here like some kind of oversized coats, a super big shirt or a black swing originally all have been black & white coloured cubes of fabric, newly folded and arranged by the artist / designer.
Beside this conceptual work, Benas is also a great women's fashion designer.
 @ STYLE! IT! TAKES! # 5, PANKE Club (concert room) / Berlin - Wedding
Photo by House of Rough Arts

Q: How do you describe designer's profession?
Benas: Unsolvable puzzle.
Q: Is it difficult to create?
Benas: It is, yet when creating one is improving. This process is endless.
Q: What is an outfit for a person?
Benas: It's like feathers for a bird.
Q: The chicken or the egg?
Benas: The chicken.

Boris from THE WINGS OF DESIRE during his concert,
a part of the next installation mentioned appears like a hood...
 @ STYLE! IT! TAKES! # 5, PANKE Club / Berlin - Wedding
Photo by House of Rough Arts

A knight and a butterfly meet the unicorn

Parts of Vidmina Stasiulytės work "Genome of the universe" @ PANKE Club...
Photo by Robert Muravskij

Vidmina Stasiulytės Arbeit "Genome of the universe" hingegen konnte bleiben und bildete während der Live-Konzerte von THE WINGS OF DESIRE and PATOKAI eine perfekte Kulisse. Gerade bei dem Konzert des argentinischen Cyber-Ritters, Future-Punks & Sci-Fi-Fans PATOKAI passte die kosmische Thematik perfekt!

"Based on scientific space explorations, the artwork (...) examines the phenomenon of the origins as well as the structure of micro (a human) and macro (the universe) worlds."

Vidmina Stasiulytė's work "Genome of the universe" however could stay and provided a perfect scenery during the live concerts of THE WINGS OF DESIRE and PATOKAI. Especially for the concert of Argentinian cyber knight, future punk & sci-fi fan PATOKAI the cosmic topic suited perfectly!

Q: If I wasn't a designer, I would be...
Vidmina: A teacher/professor or an astronaut.
Q: What is fashion for you?
Vidmina: Something that will always generate public interest.
Q: How will a human look like in 2100?
Vidmina: Possessing wider eyes and a bigger heart.
Q: What is the most unpleasant question?
Vidmina: So when are you getting married? (smiles)
Q: The chicken or the egg?
Vidmina: The rooster.

... came into focus during our live concerts
(here PATOKAI playing live at our event)...
Photo by House of Rough Arts

Vidmina Stasiulytės fascinating and beautiful top (left), the table fabric, the technics and PATOKAI's wonderful VIBRADIOS outfit interacted wonderfully in the stage light and photographer's view...
Photo by Fotania

EN FINSTERNIS with her gorgeous YAN HATS fascinator and black V I A N dress dancing to PATOKAI live
 @ STYLE! IT! TAKES! # 5, Berlin Fashion Week, 12th of July, PANKE Club / Wedding
Taking off... and flying away... ♥
 Photo by Fotania

Blume (flower) meets unicorn

Kristina Valančiūtė - Part of the installation "Evolution" (2012-14)
@ Panke Club Berlin
 Photo by Robert Muravskij

"Evolution" demonstrates the author's efforts to design both emotionally and visually strong and shocking costumes which can be transformed into an extraordinary part of one's wardrobe worn daily if additional details (...) are removed."

Q: When creating, do you ask yourself, "Why am I doing this?"
Kristina: Nearly every time. This question lurks in my mind until I find reasonable arguments and answers.
Q: What is an outfit for a person?
Kristina:
Firstly, it's a means of protection against different climatic conditions.
Secondly, it's a body disguise.
Thirdly, it's a way of self-expression.
Q: The chicken or the egg?
Kristina: The feathered egg.

Auch unsere VILORIJA Models ("Blume" Kollektion) hatten ihre Freude, die Ausstellung zu erkunden und verloren sich in den Video-Projektionen neben der Installation "Evolution" von Kristina Valančiūtė... ♥
Our VILORIJA models ("Blume" collection) had their joy to explore the exhibition, too, and got lost in the video projections next to the installation "Evolution" by Kristina Valančiūtė... ♥

 VILORIJA Blume model Sonja Ruska in the Purple Blume Dress exploring the installation
Photo by Beatrix P.

  VILORIJA Blume model Tingting Wu flickering in the Blue Blume Dress
Photo by Beatrix P.

... and the Red Blume lost in space...
Photo by Beatrix P.

VILORIJA Blume model Kelly in the Red Blume Dress with her sister
Photo by Beatrix P.

... and her mother
Photo by Beatrix P.

Emancipated future

Night time sky of PANKE Club Yard (Berlin-Wedding), photographed by Robert Muravskij

Und auch die letzte Installation (von Agnė Biskytė), die ich Euch vorstellen möchte, passte thematisch wunderbar zu STYLE! IT! TAKES! ♥

And also the last installation (by Agnė Biskytė) I want to introduce to you thematically suited wonderful to STYLE! IT! TAKES! ♥

"BON TON - EMANCIPATION illustrates the early 20th century woman's 'escape' from the long-lasting patriarchal femininity having been attributed to her centuries ago. The woman seems to have rejected good manners (bon ton) to finally reveal the zone of her erotic capital (i.e. her legs) having been hidden for centuries.
BON TON - EMANCIPATION thrives with iconic symbols of visual culture. Some of them might remind a viewer of a famous scene from the film The Seven Year Itch (1955) directed by Billy Wilder, where Marilyn Monroe is shown laughing as the wind blows up the dress and uncovers her legs. The others might recall a song named Diamonds Are A Girl's Best Friend from the musical Gentlemen Prefer Blondes as they look at the crystallized show soles. This work invites its viewers to reflect upon the dominating standards and symbols of beauty, femininity and masculinity as well as their meanings and representations that are heavily exploited by today's modern culture."


Installation BON TON - EMANCIPATION by Agnė Biskytė (BIS A BIS)
during our STYLE! IT! TAKES! # 5 party @ Panke Club Bar
 Mobile photo by Milena Milena

Q: Why fashion?
Agnė: ...as fashion is eternal by its temporality...
Q: What is the dearest or the most important thing on earth?
Agnė: Love
Q: Is there something you would never wear?
Agnė: ...something I don't like...
Q: The chicken or the egg?
Agnė: God (smiles)

Ich mochte sie am allerliebsten von allen - und wie immer spielte dieses Themenfeld auch in unseren Shows eine Rolle, zum Beispiel in der provokativen Performance von Tänzerin ANITA zu PATOKAIs 'Emanzipations-Lied' "Infinitive". Sie trug ein Hochzeitskleid von Designerin SCHRÜPPE McINTOSH, das an eine Zwangsjacke angelehnt war... ♥

I loved it the very most of all - and like always this topic area played a role in our shows, for example in dancer ANITA's provocative performance to PATOKAI's 'emancipation song' "Infinitive". She wore a Wedding dress by designer SCHRÜPPE McINTOSH which based on a straitjacket...♥

ANITA performs in a Wedding dress straitjacket
by conceptual Berlin designer SCHRÜPPE McINTOSH
 @ STYLE! IT! TAKES! # 5, Berlin Fashion Week, 12th of July, PANKE Club / Wedding
Original photo by Fotania
(turned to black & white, cut-out)

(much more than) Pretty Legs

Men's fashion designer, long-time STYLE! IT! TAKES! supporter & doors team helper Jenny from KNOTH KOUTURE dressed up and looked so beautiful in her skin-coloured tights in the nightly PANKE yard!
Photo by House of Rough Arts

Das alles ist natürlich nur ein Teil von dem, worum es in Astas Ausstellung und bei meinem Projekt geht oder ging. Ihr seid herzlich willkommen, den oben verlinkten Einhorn (Online-)Katalog und meine Seite hier anzuschauen, um mehr zu erfahren und zu sehen... STYLE! IT! TAKES! hat auch ein Manifest - schon gelesen?

This, of course, is only a part of what both Asta's exhibition and my project are or have been about. You are heartly welcome to check out the unicorn (online-)catalogue linked above and my page here to learn and see more... STYLE! IT! TAKES! also has a Manifesto - did you already read?

Also beautiful dancer EN FINSTERNIS posed with bare legs in the nightly yard of Panke Club
in her beautiful V I A N dress & the stunning fascinator of YAN HATS
 Photo by House of Rough Arts

Ich aber möchte mich vor allem bei Asta und allen bedanken, die Teil dieser staunenswerten Kooperationen, Reisen und Begegnungen waren...
♥♥♥

But above all, I want to thank Asta and everybody who has been part of this amazing cooperations, journeys and encounters...
♥♥♥

Diamonds Are A Girl's Best Friend

 
Detail of the installation BON TON - EMANCIPATION
by Agnė Biskytė (BIS A BIS)
Photo by Agnė Biskytė

Da es eine offene Frage ist, wie wir unsere Aktivitäten fortsetzen (können), freuen wir uns alle sehr über Eure Hilfe. ♥ Im Moment brauchen wir neben Likes und Followern zum Beispiel Eure Unterstützung, um mit einer Schwarmfinanzierungs-Kampagne (20. Sept. bis 19. Nov. 2014) eine neue, schöne VILORIJA Kollektion zu ermöglichen. Bitte schaut Euch diesen feinen, STYLE! IT! TAKES! Projekt bezogenen Artikel an - jede noch so kleine Spende wird dabei helfen, die bezaubernde modisch-künstlerische Welt von VILORIJA (und damit auch uns) am Leben zu erhalten!!! 3 Euro für die Schönheit müssten doch drin sein! (schreibt gerne ne Mail, sollte es Probleme mit den Zahlungsmöglichkeiten geben) ♥
Since it is an open question how we (can) continue our activities, we all are happy about your help. ♥ For example at the moment, beside likes and followers, we need your support for the crowd funding campaign (20th of Sept. till 19th of Nov. 2014) to make a new, beautiful collection of VILORIJA Fashion possible. Please check out this nice, STYLE! IT! TAKES! project related article - every little donation will help to keep the wonderful fashion and arts world of VILORIJA running (and with this also us)!!! 5 Dollars for the beauty should be possible! (you are welcome to write a mail if there are any problems with the payment) ♥