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Sunday, November 8, 2015

Herbst im Moor

"... eine Landschaft, in der Erhabenheit und Schönheit mit dem Grauen einer trostlosen Öde dicht nebeneinander wohnten."
August Grisebach (1814–1879)

Nachdem ich mich dieses Jahr ungewöhnlich viel mit Berliner Orten beschäftigt habe (u. a. dem Weißen See, dem ehemaligen Flughafen Tempelhof und zahlreichen, über die ganze Stadt verteilten Erinnerungsorten zu den eher traurigen historischen Daten 3. Oktober / 9. November), dachte ich mir, warum nicht mal großräumig den Ort wechseln und ein bißchen Natur- und Heimatkunde mit einem meiner eher seltenen Outfit-Posts verbinden? Begeben wir uns also heute auf eine kleine Zeitreise an einen der recht fernen Lieblingsorte meiner Kindheit: das Schwenninger Moos, ein Regenmoor am Rande des Schwarzwalds (Baden-Württemberg), im Südwesten der Republik, nicht mehr weit in die Schweiz oder auch ins französische Elsass.

Kommt mit – ich zeig's Euch!
♥

Naturführerin Magenta führt Euch durch's Moor


Pferde kreisen

Reitende Mädchen am Rande des Schwenninger Mooses

Von der Schwenninger Seite aus können wir uns vom Eisstadion des Eishockey-Clubs "Wild Wings" (SERC 04 e. V.) her dem Moor annähern, aber ich präferiere traditionell den Beginn von der Villinger Seite aus, da auf den freien Feldern um den 'Grenzposten' der Doppelstadt (das sogenannte 'Zollhäusle') herum immer Pferdeausritte stattfinden und sich auch andere kleine Sehenswürdigkeiten in der Umgebung befinden. Diese sollen für heute ein Geheimnis bleiben, also hinein mit uns ins Moor...


Birken sterben

Erwünschtes Absterben der schönen Moor-Birken im Schwenninger Moos

Was wir sehen, ist nicht ein vom Sauren Regen zerstörter Birkenwald, sondern der Traum meiner naturverliebten Kindheit. Das gespenstisch anmutende Absterben der Bäume ist in diesem Fall ein Zeichen der Renaturierung des Moores, denn durch den jahrhundertelangen Torfabbau ist das Moor quasi vertrocknet, weshalb sich die sonst so schönen Moorbirken ausbreiten konnten. Da diese aber noch mehr Wasser aus dem Boden ziehen, verdrängen sie die seltene und moortypische Vegetation (Verwaldung). Deshalb werden seit 1982 Wiedervernässungsmaßnahmen durchgeführt, um den Wasserhaushalt des Moores wieder in den ursprünglichen Zustand zu bringen. Die alten Entwässerungsgräben wurden mit Dämmen aus Torf und Gestrüpp verbaut, so daß der Wasserspiegel insgesamt wieder steigt und das Verrotten des nur ein Millimeter jährlich wachsenden Torfes verhindert wird. Durch den moortypischen Sauerstoffmangel sterben die Bäume ab und die ursprüngliche Vegetation typischer und seltener Moorpflanzen kann sich wieder ausbreiten: die halbkugelförmig wachsenden, torfbildenden Torfmoose zum Beispiel, die wir unter den absterbenden Birken sehen, aber auch der schöne, unter Naturschutz stehende Sonnentau (eine fleischfressende Pflanze, die mit Hilfe von Klebedrüsen an ihren Blättern kleine Insekten fängt und 'verdaut').


Sonnentau im Moor

Der Langblättrige Sonnentau (Drosera anglica)
Photo by NoahElhardt CC BY-SA 3.0

Der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia)
Photo by BerndH CC BY-SA 3.0

 
 Der Mittlere Sonnentau (Drosera intermedia) in der Blüte
Photo by Hajotthu CC BY-SA 3.0

Die drei einheimischen Arten des Sonnentaus.


...Torfmoose wachsen...

Torfmoose erobern ihren Platz zurück


Der Stichweiher und andere nasse Gefilde
quellen bis zum Schwarzen Meer und in die Nordsee

Malerischer herbstlicher Stichweiher im Schwenninger Moos

Zu jeder Jahreszeit schön ist der im Winter öfters vereiste Stichweiher im Moor. Das Naturschutzgebiet liegt auf der Europäischen Wasserscheide, die die Zuläufe von Rhein und Donau trennt. Das Schwenninger Moos ist Quellgebiet von gleich zwei Flüssen, die jeweils in einen der beiden bekanntesten deutschen Flüsse münden: der Stillen Musel, deren Wasser vom Moos in südwestlicher Richtung zum Marbacher Talbach und mit ihm in die Brigach fließt, bei Donaueschingen kurz hinter dem Donauzusammenfluss in die junge Donau mündet und mit ihr schließlich ins Schwarze Meer fließt; und einer Kalkmergel-Quelle innerhalb des Moores (sie liegt in einem geschützten Gebiet und ist daher für Besucher*innen nicht zu sehen), die als Ursprung des Neckars gilt und nördlich zur historischen (aber eben nicht echten) Neckarquelle fließt, der bei Mannheim in den Rhein mündet und mit ihm in die Nordsee fließt...

Natürlich verrottende Bäume im (Torf-) Stichweiher des Moores


Kleine Sozialgeschichte des Torfabbaus

„Im Frühling, wenn das Torfmachen beginnt, erheben sie sich mit dem Hellwerden und bringen den ganzen Tag, von Nässe triefend, durch die Mimikry ihrer schwarzen, schlammigen Kleidung dem Moore angepasst, in der Tongrube zu, aus dem sie die bleischwere Moorerde emporschaufeln. Im Sommer, während sie mit den Getreide- und Heuernten beschäftigt sind, trocknet der fertig bereitete Torf, den sie im Herbst auf Kähnen und Wagen in die Stadt fahren. Auf dem schwarzen Wasser des Kanals wartet beladen das Boot, und dann fahren sie ernst wie mit Särgen auf den Morgen und auf die Stadt zu, die beide nicht kommen wollen.“
Rainer Maria Rilke (1875-1926)


Durch den jahrhundertelangen Torfabbau ist das einstige Hochmoor großflächig zerstört worden. Bei einem Wachstum von nur ca. einem Millimeter pro Jahr wird es noch lange dauern, bis die ehemalige Höhe von vier Metern (!) wieder erreicht ist... aber wie es aussieht, ist langfristig eine echte Regenerierung des Hochmoores zu erwarten, wenn nicht andere Faktoren, etwa der Klimawandel, einen Strich durch die Rechnung machen. Um Moore zu schützen wird übrigens empfohlen, auf Blumenerde mit Torf zu verzichten.


Das Moor nass machen


Es führt also kein Weg daran vorbei: das Moor muss noch nasser werden und die Bäume müssen (zumindest im Zentrum der Landschaft) weg!

Idyllische Feuchtgebiete im Schwenninger Moos


Eine Weide für die Heide

„Es war eine endlose Weite, in der kein Gegenstand sich über Kniehöhe erhob und die Horizontlinie weithin durch das Moor selbst gezirkelt wurde. Sammetgrüne, olivfarbene, rostbraune und blutrote Moospolster bilden das farbenprächtige Muster des weichen schwellenden Teppichs, über den der Fuß auf die Dauer nur mühsam zu schreiten vermochte und mit jedem Schritt Wasser aus dem saugenden Riesenschwamm herauspresste. Es war eine Landschaft in der Erhabenheit und Schönheit mit dem Grauen einer trostlosen Öde dicht nebeneinander wohnten.“
Der Botaniker und Begründer der Pflanzengeographie August Grisebach (1814–1879)

Übergangsstadien: Kiefern- und Moorbirkenwald, Heidelandschaft und Ausbreitung der Torfmoose auf den geschaffenen Freiflächen

Zum neu entstandenenen Landschaftsbild kommen zu dem Birken-Moorwald und dem Grauweiden-Gebüsch nun die verheideten Flächen, auf denen das bekannte, pink blühende Heidekraut (Calluna vulgaris) wächst, was aber wie die Moorbirken nur ein Zwischenstadium darstellt. Damit sich dort nicht auch noch abermals die Birken und andere schattenwerfende und Wasser saugende Bäume ansiedeln, wird die große Freifläche von Moorschnucken, auf feuchte und karge Gebiete spezialisierte Schafe, beweidet, die besonders gerne die 'Besenheide', Birkenblätter und Kiefernnadeln essen und auch nicht im Moor einsinken. So kommt Licht auf das wieder nasser und gleichzeitig sauerstoffärmer werdende Moor und ausgemachte Moorspezialisten, unter Naturschutz stehende Pflanzen wie der Sonnentau oder die Moosbeere, seltene Spinnen und Insekten (darunter Käfer- und Zikadenarten, hübsche Moor-Schmetterlinge und Libellen), aber auch Moor- und Sumpfvögel, Reptilien wie die Kreuzotter (Vipera berus) oder die Wald- oder Mooreidechse (Zootoca vivipara) und natürlich Amphibien wie der Moorfrosch (Rana arvalis) können sich (hoffentlich) wieder ausbreiten.

Renaturierungsprozesse im Schwenninger Moos. Viele ältere Bäume sterben durch den anhaltenden Sauerstoffmangel an ihren Wurzeln und schaffen dadurch Platz für andere Pflanzen wie die moortypischen Wollgräser.

Verrottender Ast einer Moorbirke im Schwenninger Moos


Moos ohne Grenzen

„beede an dem Moosgraben, die ain auf Villinger Bann, die andere auf Schwenninger Bann, bedeuten zugleich die Erhaltung des Grabens insgemein…“ (Lägerbuch, 1703)

Von der Geschichte überholt: mit Flechten bewachsener, an eine Birke erinnernder Grenzstein zum von der Novemberrevolution 1918 hinweggefegten "Königreich Württemberg" (1806-1918) im Schwenninger Moos

Einen Wermutstropfen gab es dann doch im schönen Moor. Das waren nicht die sterbenden Birken (dabei sind sie meine Lieblingsbäume!), sondern erschreckend große Teile der einheimischen Spaziergänger*innen. Vielleicht bin ich von meinem Berliner Umfeld verwöhnt, aber ich habe selten so viele rassistische Kommentare an einem einzigen Tag aufgeschnappt.
Offensichtlich schmeckt einem auffällig großen Teil der ansässigen Bevölkerung die Vorstellung überhaupt nicht, das schöne Moor eventuell auch mit Menschen zu teilen, die nicht in der (traditionell zumindest im gegenseitigen Spott verfeindeten) Doppelstadt Villingen-Schwenningen aufgewachsen sind. "Sind wir hier auf der Balkanroute?" und "Musch (musst Du) halt AfD wähle(n)" war neben jeder zweiten Birke zu hören. Ein älterer Mann in Turnschuhen fühlte sich gar bemüßigt, mich und meine liebe Familie mit seinem modernen Walking-Stock drohend in die Ferne zeigend (wahrscheinlich hatte er mal gelernt, dass mensch nicht mit dem Finger auf andere Leute zeigt) darauf hinzuweisen, dass dort drüben auf der Wiese jemand "zu Allah bete" (ein junges, sympathisches Pärchen saß friedlich auf einer Picknickdecke) und erwartete wohl eine zustimmend-empört-nickende Reaktion und ein Kreuzchen bei der rassistischen AfD oder einer anderen rechten Partei, die in der Region traditionell ungewöhnlich stark sind, wogegen wir uns schon in meiner Schulzeit gewehrt haben (und Leute vor Ort immer noch tun). Als wir dann mit einem smarten "Na und? Warum nicht? Wo ist das Problem? Ist doch nett!" reagierten, zog er verdutzt und irgendwie frustriert ob seines misslungenen 'Gags' von dannen...

Wie Ihr wahrscheinlich wisst, liebe ich klare Ansagen:
Fahrradweg rechts, Pferde und Reiter*innen außenrum, Rassisten ins Gebüsch!
(ich musste ein wenig mit Photoshop nachhelfen ^.^)


Dabei müssten es gerade die Menschen im badischen Villingen und württembergischen Schwenningen am Besten wissen – schließlich war die erst 1972 vereinte Doppelstadt historisch weit voneinander entfernt...

Veraltete, historisch überwundene Grenzen:
Grenzstein zum ehemaligen "Großherzogtum Baden" (1806-1918) im Schwenninger Moos

Und so bleibt zu wünschen, dass sich die Bevölkerung der Region wieder ihrer großen liberalen und demokratischen, ja fortschrittlich revolutionären Traditionen besinnt (von der Badischen Revolution 1848/49 über den erfolgreichen Widerstand gegen die Atomkraftwerke Breisach und Wyhl oder frühe Hausbesetzungen von Freiburg bis nach Villingen-Schwenningen bis zum ältesten, nicht-kommerziellen alternativen Radio Deutschlands („Radio Dreyeckland“ aus Freiburg) oder freigeistigen Künstlern wie dem bekannten und skandalträchtigen Bildhauer Peter Lenk, um nur ein paar Beispiele zu nennen), für die sie eigentlich bekannt war und ihre Horizonte mal wieder ein bißchen erweitert. Letzteres gilt freilich auch für viele andere Regionen und Milieus, nicht zuletzt auch für Berlin.

Manchmal würde es schon helfen, etwas aus den in Zusammenarbeit mit dem BUND-Naturschutzbund erstellten, hübsch gemachten Informationstafeln zu lernen... ;-)


Mehr Sonne für den Sumpf

Nachdem wir trotz eher kurzem Spaziergang mehrmals ganz ohne Passkontrollen die badisch-württembergische Grenze überquert hatten, konnte ich mich wieder an den eigentlichen Highlights meiner Kindheit und Schulzeit erfreuen, auch wenn wir kürzer geblieben sind, als mir lieb gewesen ist, da nicht alle so viel Ausdauer hatten wie ich mit meinen Aber-zieh-Dir-was-Bequemes-an ("Die sind bequem!") - Stiefeletten... ;-) Auch begann die Herbstsonne unterzugehen und der beste Kuchen der Welt wartete auf uns. Da um mich herum der Nachwuchs sprießt wie die kleinen Moorfröschchen im Sommer, möchte ich mich aber schon mal als Naturführerin andienen, die den Kleinen etwas über die komplexen Zusammenhänge der Natur wie auch über ein respektvolles Miteinander in den sozialen und globalen Beziehungen beibringen könnte.

In diesem Sinne: mehr Sonne für den Sumpf!

♥

Es werde Licht im Moor


... and also the trees...

Wie ein Siegeszeichen im morbid untergehenden Wald...

Sonnenuntergang im herbstlichen Moorwald

Blick auf die umgebenden Felder und Wiesen


Mooroutfit:
Grüner Daunenmantel: Gil Bret
Weiße Handtasche mit schwarzen Polka Dots: Six
Rock: Broke + Schön
Schuhe: Riccardo Cartillone (Berlin)

Der Mantel grün wie die Torfmoose, die Handtasche schwarz-weiß gesprenkelt wie die Birkenrinde, Rock und Strümpfe schwarz wie das Moor, die Schuhe wie Kiefernnadeln, die Haare feuerrot wie die Tentakeln des Sonnentaus - so habe ich mir das ungefähr vorgestellt und ich fand, es kam ganz gut.
Was meint Ihr?

 
Reitende Mädchen am Rande des Schwenninger Mooses

Wusstet Ihr eigentlich, dass ich nicht nur Moore, sondern auch Pferde liebe?
Ich bereite mal was vor:
Coming soon: Girls & Horses
Bis dahin
Kisses
xxx
Eure
Magenta
♥



Photo Credit:
Alle Photos von mir
(außer Sonnentau wie oben angegeben,
'Portraits' von meinen Eltern):
© STYLE! IT! TAKES! Blog Berlin


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Auf der Pferde-Rennbahn (2013)
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Zum aufgrund meiner Eindrücke nicht überraschenden
Wahlausgang in Baden-Württemberg siehe auch meinen Post:
Alle faschistischen Deutschen (AfD)... (März 2016)

Saturday, August 22, 2015

Am Weißen See in Weißensee

Stillleben unserer Picknick-Decke:
Kokosnuss mit Erdbeeren, mein Fächer und rote Strandtasche mit weißen Polka Dots
Still life of our picnic blanket @ Weißer See (White Lake) in Berlin-Weißensee

[English chapters & captions always below]

Ich habe ja noch nie verstanden, warum so viele Berliner*innen die Stadt ausgerechnet dann verlassen, wenn sie am schönsten ist, nur um ausgerechnet dann wieder zu kommen, wenn frau das Haus nur mit Regenschirm, dicken Handschuhen und Schals verlassen kann. Während andere in Griechenland brutzeln oder in Nordeuropa frieren oder sich vollregnen lassen, ist in Berlin alles da, was ich für einen perfekten Sommer brauche: Sandstrände und angenehm temperiertes Wasser, Sonnenschein, Parks und Blumen, Palmen und Spätis, Hängematten, Badeseen und sogar rosa Flamingos. Aber seht selbst: Impressionen von meinem aktuellen Berliner Lieblingssee... ♥

Blick auf das Strandbad Weißensee am Weißen See
View onto the lido 'Strandbad Weissensee' at Weißer See

Actually I have never understood why of all things so many Berliners leave the city during the period when it is most beautiful, only to come back exactly at the time when one can leave the house only with umbrella, thick gloves and shawls. While others are frizzling in Greece or freezing or letting the rain pour down on themselves in Northern Europe, Berlin has everything I need for a perfect summer: sandy beaches and water at a pleasant temperature, sunshine, parks and flowers, palm trees and 'Spätis' (kiosks), hammocks, bathing lakes and even pink flamingos. But see for yourself: impressions from my currently favourite lake in Berlin... ♥


Seejungfrauen & Triton*innen
Mermaids & Tritons

Uferterrasse ("Steinbrücke") mit den Skulpturen "Zwei Tritonen" (1912) von Bildhauer Hans Schellhorn
In der griechischen Mythologie eine Rasse von Meerjungfrau-artigen Wesen und Meeresgöttern.
Vorne ein männlicher Triton (Meeresgott), hinten eine weibliche Tritonin (Meeresgöttin), angereichert durch moderne Graffiti.

Shore terrace ("Stone Bridge") with the sculptures "Two Tritons" (1912) by sculptor Hans Schellhorn
In Greek mythology a race of mermaid/merman-like creatures.
In front a male Triton (sea god), below a female Triton (sea goddess), enriched by modern graffiti.

Ohne barbusige Schutzgöttinnen [> siehe auch unseren Besuch in den Gärten der Welt (2012), unser Manifest (2013) oder unser Venus-Maskottchen beim Gärten der Lüste - Event (2014)] oder quicklebendige kokette Meerjungfrauen geht bei uns ja bekanntlich nix. Also schauen wir uns doch erstmal ein bißchen um – und schon werden wir fündig. An einer 'Steinbrücke' am Uferweg thronen zwei Tritonen, mythologische, an Meerjungfrauen erinnernde Meereswesen beiderlei Geschlechts. Dann kann ja nix schiefgehen! (^.^)

Gut übrigens, dass es keine lockenden Nixen sind, denn die wollen uns Menschen ja nur in den Abgrund locken, was im Falle des Weißen Sees keine gute Idee ist, denn trotz seiner überschaubaren Größe (etwa 300 Meter Durchmesser) ist der nach der letzten Eiszeit entstandene, also natürliche und trotzdem fast kreisrunde See mit einer maximalen Tiefe von mehr als 10 m eines der tiefsten Gewässer Berlins!

Die an eine Meer- oder Seejungfrau erinnernde Skulptur einer Tritonin mit Laute spielendem Knaben
(1912 von Hans Schellhorn
)
~ Kunststein mit Muschelschalenzusatz, ca. 200 x 195 cm mit Plinthe ~

Sculpure of a female Triton reminiscent of a mermaid and accompanied by a lute playing putto
(1912 by Hans Schellhorn)
 
~ Artificial stone with addition of seashells, ca. 200 x 195 cm with plinth ~

As you know, for us nothing goes without bare-breasted tutelary deities [> see also our visit in Berlin Gärten der Welt (2012), our Manifesto (2013) or our Venus mascot at the Gardens of Desire event (2014)] or coquettish mermaids alive and fresh as a daisy. So let's first just take a look around a bit – and soon we make a find. At a 'Stone Bridge' at the boardwalk, two Tritons are enthroned, mythological sea creatures reminiscent of mermaids of either sex. So nothing can go wrong then! (^.^)

Incidentally, it's good that they are not nixies, as these indeed often are only trying to lure us humans into the abyss, something which is no good idea in the case of the Weißer See as despite its manageable size (diameter is about 300 meters), the natural – but even so almost circular – lake originating from the last ice age is with a maximum depth of more than 10 m one of the deepest waters of Berlin!

Suchbild: Wo ist der Hund? * Search pic: Where's the dog?


Seelöwen & Wasserräder
Sea lions & 'water wheels'

"Eine idyllische Erholungsstätte für unsere Werktätigen bieten die Anlagen rund um den Weissensee. Neben schönen Parkanlagen mit vielen Bänken, Kinderspielplätzen und HO-Gaststätten ist ein Planschbecken mit Liegewiese vorhanden. Für eine Kahnpartie stehen bei einem Bootsverleih ausreichend Ruderkähne und ein Wasserrad zur Verfügung. In der Badeanstalt finden viele "Wasserratten" Gelegenheit zum Baden."
(so wurde der See in der DDR der 1950er Jahre beworben, zit. nach: Wikimedia / Bundesarchiv)

  
"Unsere Kleinen tummeln sich im schönen Planschbecken."
Photo: Peter Heinz Junge, 24. Juli 1956 (Bundesarchiv, CC-by-SA 3.0)

Sommer-Spaß in der DDR - Having summer fun in the GDR – Weißer See in the 1950's

"Viel Vergnügen bereitet eine Fahrt mit dem Wasserrad."
Photo: Peter Heinz Junge, 24. Juli 1956 (Bundesarchiv, CC-by-SA 3.0)

Wer Nachwuchs hat, kann die Kleinen auch heute noch im Planschbecken (in einem der drei Spielplätze des den See umgebenden Weißenseer Parks) bei den schicken wasserspeienden Seelöwen-Skulpturen (um 1920–25) von Willy Ernst Schade 'parken', nur leider können wir uns dann heute nicht mehr mit dem 'Wasserrad' davon machen, wie in der DDR der 1950er Jahre solche feschen Tretboote mit offenem Schaufelrad anscheinend genannt wurden (vgl. die Bilder und Original-Bildunterschriften oben).

Aber Tret- und Ruderboote können nach wie vor beim Bootsverleih (werktags 14–18.30 h, Wochenende 10–18.30 h) am Ostufer ausgeliehen werden. Darüber hinaus gibt es auch eine Freilichtbühne mit Konzerten und Open-Air-Kino, eine Sonnenuhr und ein Damwild-Gehege.

Trotz allem ist es am Weißen See selbst an sonnigen Sommertagen nicht so überlaufen und überraschend ruhig und chillig, was auch an dem angenehm gemischten Publikum liegen mag. Vermutlich aufgrund der vielen großen und alten Bäume (es gibt im Park 120 Jahre alte Walnussbäume, 130 Jahre alte Sommerlinden und 180 Jahre alte Rosskastanien) ist auch von den umgebenden Straßen nichts zu hören.

Trauerweiden und andere alte Bäume lassen ihre Äste ins Wasser ragen,
obenauf sind manchmal auch Graureiher zu sehen

Those with offspring can 'park' the little ones till this day in the 'Planschbecken' (paddling pool) (in one of the three playgrounds of the Weißenseer Park surrounding the lake) at the chic water spouting sea lion sculptures (ca. 1920–25) by Willy Ernst Schade – only unfortunately today we can't slip away then with the 'Wasserrad' (literally: 'water wheel', but also 'water bike') anymore, how such smart pedalos (paddle boats) with open paddle wheel apparently were named in the GDR (DDR) of the 1950s (compare the black-and-white photos & original captions of that time above).

But still you can lend both paddle and rowing boats at the boat hire (on weekdays 14–18.30 h, weekend 10–18.30 h) on the eastern lakeside. Further, there is also an open air stage & cinema with concerts and movies, a sundial and a fallow deer enclosure.

Despite all that, even on sunny summer days it's not that overcrowded at the Weißer See and surprisingly calm and relaxed, which might be due to the pleasantly mixed visitors, too. Presumably because of the many big and old trees (in the park there are 120-year-old walnut trees, 130-year-old large-leaf lindens and 180-year-old buckeyes) nothing is to be heard from the surrounding streets, too.

"Eine muntere Kahnpartie auf dem Weissensee."
Frauen in einem Ruderboot auf dem Weißen See (1956)
Women in a rowing boat on Weißer See (1956)
Photo: Peter Heinz Junge, 24. Juli 1956 (Bundesarchiv, CC-by-SA 3.0)

Weeping willows and other old trees bend their pendulous branchlets into the water,
atop sometimes grey herons are to be seen, too


Sonnenmilch & Urlaubsgrüße
Sun milk & holiday greetings

Auf der dem 1912 erbauten Strandbad gegenüber liegenden Seeseite liegt das ebenfalls über 100jährige „Milchhäuschen“. Das hübsch renovierte Terrassenlokal – einst eine Verkaufsstelle für Milchprodukte – wurde in der DDR dann als HO (Handelsorganisation)-Gaststätte betrieben und pflegt charmanterweise auch heute noch eine ostalgisch-'sozialistische' (oder auch gutbürgerliche) Küche mit Suppen, Soljanka und Schweineschnitzel (noch auszuprobieren, sicherlich nichts für Vegetarier*innen!). Vorne komplett verglast mit Blick auf die stufenförmigen Terrassen, oben auf dem Dach die charakteristische und hübsche blaue Neonschrift, der ein i und ein l fehlt. ;-)

Wer sich lieber (und natürlich preiswerter) selbst verpflegt, kann sich wie wir Picknick oder Grill mitbringen und ein anderes hübsches Plätzchen am See aussuchen – ob auf einer der zahlreichen Liegewiesen oder direkt am Wasser, meist sogar mit angenehmem Sand beim teils flachen 'Einstieg' ins kühlende Nass...

Cheers mit Polka Dots Strandtasche, Sekt & Sonnenbrand
Cheers with Polka Dots beach bag, sparkling wine & sunburn

On the opposite lake side of the lido (built in 1912) the also more than 100-year-old „Milchhäuschen“ (which means 'little milk house') is located. The nicely renovated terrace café & restaurant – once an eponymous selling point for milk products – had then been operated in the GDR as a restaurant by the trading organisation HO (Handelsorganisation) and charmingly maintains even today a (n)ostalgic-'socialist' (or good plain) cooking with soups, solyanka and Schweineschnitzel (escalope of pork). I haven't tried it out yet, menu card sounds not that bad for those who like traditional food, too – but surely nothing for vegetarians! It's completely glazed at the front with view on the cascading terrace, on top of the roof there's the characteristic and beautiful blue neon sign, which lacks the i and l. ;-)

Those who prefer to cater for themselves like us (which is cheaper anyway), can bring along picnic or barbecue and pick another beautiful spot at the lake – whether on one of the many lawns or directly at the water, mostly even with comfortable sand at the partly flat 'access' into the cooling water...

Und passend dazu hören wir: * And suiting to that we listen to:

Urlaubsgruß mit Sonnenbrand(t)



Der Sonnenbrand im Urlaubsland - der ist doch wunderschön,
den T-Shirt-Rand am Badestrand - gibt's recht oft zu sehen,
mit Sonnenschirm und Liegestuhl
mit Gummiring zum Swimming-Pool,
Baseballkappen - Badeschlappen,
am Abend hilft ein kühler Lappen

Erbarmungslos die Sonne scheint,
Massengrillen zur Mittagszeit,
ein Farbenspiel auf Badetüchern,
rote Nasen in trivialen Büchern

Weiße Körper, weißer Strand,
rote Leiber, heißer Sand,
wir reisen in ein fernes Land,
Urlaubsgruß mit Sonnenbrand(t) (2x)

Wir leben für den Sonnenbrand
sind stolz auf den Bikini-Rand (2x)

Die Sonnenmilch kocht in den Poren,
Walkman-Sounds in roten Ohren,
Boxershorts - behaarte Brust,
braune Muskeln - pure Lust

Wir leben für den Sonnenbrand
sind stolz auf den Bikini-Rand...

Sorry I'm really too lazy to translate that nice & funny German lyrics – everything you expect in summer!


Hübsche Plätzchen
Beautiful spots

Bunte Girlanden & Hängematte * Colorful garlands & hammock

 Pink Flamingo Deco :-) @ Weißer See in Weißensee

Gäste am Schilfufer * Guests at the reed shore

Blick über den See mit der berühmten großen Fontäne in der Mitte und Strandbad im Hintergrund
View across the lake with the famous huge fountain in the middle and the lido (Strandbad) in the background

Wir haben es uns in netter Gesellschaft an einem sandigen Hang mit Blick auf das gegenüberliegende Strandbad und die charakteristische riesige Fontäne in der Mitte des Sees gemütlich gemacht, deren (bei einer entsprechenden leichten Brise) sanfter Sprühregen lustigerweise ab und an sogar bei uns am entfernten Ufer für etwas Erfrischung sorgte – inklusive Regenbogen! Zwischendrin Beach-Gespräche, Snacks, Schwimmrunde und Gymnastikball-Spielchen im warmen Wasser. Ein schöner Platz, auch noch später bei Sonnenuntergang:


Impressionen mit netten Badegästen
und Entchen (unten) in der Dämmerung

We made ourselves comfortable in nice company at a sandy slope overlooking the opposite lido and the characteristic huge fountain in the middle of the lake whose (at a light breeze) soft drizzle funnily now and then supplied some refreshment even at our distant shore – including rainbow! In between beach talks, snacks, swimming round and little gymnast's ball games in the warm water. A beautiful spot, even later during sunset:


 Impressions with nice bathing guests
and ducks in the dusk


Es ist verboten zu verbieten!
It's interdicted to interdict! * Il est interdit d'interdire!
(Situationist International / May 1968)

Sonnenuntergang am Weißen See

Zwar ist auch am Weißen See theoretisch alles mögliche verboten (sogar das Schwimmen außerhalb des Freibades!!!), aber glücklicherweise hält sich kein Mensch an solche unsinnigen Vorschriften. Das Schöne am Weißen See ist nämlich auch, dass alles sehr entspannt zugeht und er eben noch nicht so schrecklich überkontrolliert ist. So baden auch mal Hunde im Wasser (auch nicht so mein Fall, aber bisweilen lustig anzusehen und Hunde & Besitzer*innen wird's freuen), es wird geangelt (was sogar erlaubt ist; es soll dort u. a. Karpfen geben), es wird überall gegrillt, geraucht (erfreulicherweise auch im Strandbad) und ins Wasser gesprungen – manche bringen sogar ihre eigenen Boote mit – sehr schön! Dit 'jute alte' Berlin halt, wie es hoffentlich noch eine Weile erhalten bleibt, bevor hysterische Eltern, Bezirkspolitik, Ordnungsamt und andere 'Knalltüten' auch noch diesen Sommerspaß zerstören. ;-)

Im Gegensatz zu den 1970er Jahren und Problemen zu Anfang dieses Jahrtausends gilt die Wasserqualität des Sees nach verschiedenen Maßnahmen (der See wurde weitgehend von der verunreinigenden Regenwasserkanalisation abgeschnitten und wird nun über das Grundwasser mit Wasser versorgt) heute übrigens wieder als „ausgezeichnet“ (hier Details und aktuelle Messwerte, wer es ganz genau wissen will). Dafür, dass das auch so bleibt, kann – wie überall – jede und jeder selbst mit sorgen (Müll aufräumen, Hundebeutel mitnehmen, sanitäre Anlagen (leider nur im Strandbad) benutzen etc.), aber das sollte eigentlich selbstverständlich sein.

Badegäste stehen auf der Fontäne mitten im Weißen See.
Bald werden die zahlreichen Fledermäuse durch die Lüfte schwirren... ♥
Bathers are standing on the fountain in the middle of Weißer See.
Soon the many bats will hurtle and whirr through the air... ♥

Though also at Weißer See theoretically all sorts of things are prohibited (even to swim outside of the lido!!!), but fortunately nobody under the sun follows such absurd regulations. Because a further good thing with Weißer See is that everything goes on very relaxed and it is precisely not that awfully 'over-controlled' yet. And so sometimes also dogs take a bath in the water (also not my cup of tea that much, but at times funny to watch and dogs & owners will be glad about it), others do fishing (which is actually not prohibited; it's said there are for example carps in the lake), everywhere people are barbecuing, smoking (luckily also in the lido and its beach) and jumping into the water – some even bring their own boats along – very nice! Simply 'good ol' Berlin as it hopefully will remain for some time, before hysterical parents, local politics, the public order office and other 'twerps' even destroy this summer fun, too. ;-)

In opposite to the 1970s and problems in the beginning of this millennium, it's said that after various actions btw the water quality of the lake today is „excellent“ again (here details for those who want to know it exactly). In order that it stays like this, everyone can take care for that themselves – like everywhere (clear the rubbish, take along dog fouling bags, using the bathrooms (unfortunately only in the lido) etc.), but that actually should go without saying.

Stoner girl* - Graffito an der Strandbar / at the lido.
Rauchen ist erfreulicherweise überall erlaubt.
Fortunately you can smoke everywhere.
Yo!
^.^
* "A stoner girl can smoke all day and roll blunts with the boys. They say yo and always smile. They jam out to good music and are down to earth." (Urban Dictionary)

Und noch etwas: ich habe letztens gelesen, dass eine Facebook-Freundin am Weißen See Stress mit Rassisten hatte und deshalb da nicht mehr hin will. Das geht natürlich garnicht: wie auch überall sonst dürfen sich die netten Leute nirgends von rassistischen Idioten vertreiben lassen, niemals! Ich habe sowas dort auch noch nicht erlebt, aber wie immer gilt: Kein Fussbreit den Rassisten & Faschisten! Also Strandbikini, rosa Flamingo und nette Leute aus aller Welt 'einpacken', im Girly Girl-Style händchenhaltend, Hula-Hoop-Reifen schwingend durch den Park laufen, dann gefällt es diesem Pack dort sowieso nicht mehr... ;-) Die haben dort schlicht und einfach nichts zu suchen, nicht in Weißensee und nirgendwo sonst auf der Welt! :-)

And another thing: lately I have read that a Facebook friend of mine had some trouble with racists at Weißer See and 'cause of that doesn't want to go there anymore. But of course that's a no-go: like everywhere else, the nice people mustn't be driven away by racist idiots – nowhere and never! I haven't experienced something like that there, but let's say it loud as always: No inch for racists & fascists! So pack your beach bikini, pink flamingo and nice friends from around the world, walk hand in hand in Girly Girl style through the park, swinging the hula hoop – then this vermin doesn't like that place no more anyway... ;-) Plain and simple they have no business here, not in Weißensee and nowhere else in this world! :-)

Am Kiosk der Strandbar gibt's Eis! ♥
Ice-buying at the kiosk of the lido! ♥

Nach Kokosnuss mit Erdbeeren und dem obligatorischen Wassereis vom Kiosk ist ab 19 h definitiv ein Ausklang im wunderschönen Strandbad zu empfehlen, denn dann kostet es nur noch einen lohnenden 1 € Eintritt (tagsüber 5 €, ermäßigt & generell ab 17 h: 3 €). Dafür können wir dort dann bei oft überraschend guter Musik (hab' hier schon tolle Soul-Klassiker, Jefferson Airplane, Patti Smith und sogar Ton Steine Scherben gehört! ♥) bei exotischem Flair am Sandstrand unter Palmen und Kokosschirmen Bier oder Cocktails von der "Überseebar" schlürfen (nicht ganz preiswert, durchschnittliche Kneipenpreise), einen Imbiss zu uns nehmen (z. B. Flammkuchen), mit anderen Badenixen den Gang ins Wasser proben, den Sonnenuntergang genießen (wunderschön!) und donnerstags im überdachten Pavillon mit Abendkleid und High Heels sogar Tango tanzen! Duschen & Umkleiden, Liegestühle und Aschenbecher sind auch vorhanden und das Personal ist auch immer sehr nett. ♥

Nach Hollywood, Frankreich, Spanien, Bahrenfeld & Co. kann's dann gehen, wenn hier der schmuddelige Herbst anfängt...! (^.^)

Still life of our picnic blanket:
Coconut with strawberries, my fan and red beach bag with white Polka Dots

After coconut with strawberries and the obligatory ice pop from the kiosk, from 19 h on definitely a conclusion in the beautifully wonderful lido (Strandbad) is recommended, as then it only costs just a worthwhile 1 € admission (at daytime 5 €, reduced & generally from 17 h: 3 €). In return, there we can at often surprisingly good music (have heard there already great Soul classics as well as such good stuff as Jefferson Airplane, Patti Smith and even revolutionary and legendary German anarchist band Ton Steine Scherben! ♥) and in an exotic atmosphere sip beer or cocktails from the "Überseebar" (not that cheap, average pub prices) at the sandy beach under palms and coconut umbrellas then, have a snack (e.g. tarte flambée), try out to plunge into the water with other bathing belles, enjoy the sunset (wonderful!) and on Thursdays even dance the tango in evening gown and high heels in the roofed pavilion! Showers & changing rooms, beach chairs and ashtrays are also on hand and the staff is always very nice, too. ♥

We can head to Hollywood, France, Spain, Bahrenfeld & Co. when the filthy fall starts here...! (^.^)

Mit gut gelaunten Sommergrüßen vom Weißen See in Weißensee
(unter anderem auch nach Hamburg an Frau Sonne & Herrn Brandt!)
hier noch ein anderes lustiges und passendes Liedchen von Sonnenbrandt:

With cheerful summer greetings from Weißer See in Weißensee
(among others also to Hamburg at Ms Sonne & Mister Brandt!)
here another funny and adequate ditty by Sonnenbrandt:

Sonnenbrandt - Hollywood (2014)

"Komm wir gehen nach Hollywood,
da ist das Wetter immer gut,
da sind die schönen Leute,
nicht nur gestern, sondern auch heute!
...
Komm wir gehen nach Mo-na-co,
da sitzt man dann im Ca-si-no,
da sind die reichen Leute,
nicht nur gestern, sondern auch heute!
Komm wir gehen nach Lalaland,
da gibt es noch kein Dosenpfand...

Wo Du auch bist - was Du auch machst,
es war schon immer so!
Was Du auch machst,
wo Du auch bist,
hier gibt es nichts was Du vermisst!

Komm wir gehen nach Tschernobyl,
da gibt es nuklearen Müll,
da sind verstrahlte Leute,
nicht nur gestern, sondern auch heute!

Komm wir gehen nach Bahrenfeld,
das ist wo's uns recht gut gefällt,
da wohnen viele Leute,
nicht nur gestern - sondern auch heute!"
(Sonnenbrandt - Hollywood)


Auf zum Weißen See!
♥


Anfahrt
How to get there

Zu Fuss, mit dem Fahrrad, Bus 255 & 259 oder per Tram:

Vom Alexanderplatz (ca. 15 min.) oder der Ringbahn-Haltestelle S-Bahn Greifswalder Straße (7 min.) mit der Straßenbahn M4,
von Mitte und Prenzlauer Berg mit der Tram 12,
von Friedrichshain (ca. 25 Minuten ab S Warschauer Str.) mit der Straßenbahn M13
jeweils bis Berliner Allee/Indira-Gandhi-Straße, direkt vor den Park um den See.

Wir sehen uns dort!
See you there!
♥

Ich liebe ihren Sommer-Style! ♥ I love her summer style!
#StreetLook #BicycleRace #SummerBeauty #Berlin


Euch allen einen wunderschönen Restsommer!
A beautiful rest of summer for you all!
♥

Weißer See Linx:
Weißer See (Wikipedia) (English Wiki)
Park am Weißen See (Wikipedia)
Strandbad Weissensee (www.binbaden.com / The lido of Weißensee)
Freilichtbühne Weißensee (Open-air concerts & cinema; program)
Milchhäuschen (Café & Restaurant)
Badegewässerprofil (water quality, details)


Die Musik kam heute von:
The music of today came from:
Sonnenbrandt
Synthie-Wave / Minimal-Pop-Band from Hamburg

♥

Noch mehr Sommer in diesem Blog * Even more summer in this blog:

3qm Berlin - Ein Zaubergarten (Juli 2015)
Ready-to-Travel? ♥ Prêt-à-Voyager avec VILORIJA? (Juli 2015)
#StayCool (Juli 2015)

+ Die Photos unserer schönen Sommer-Events sind jeweils im Juli der vergangenen Jahre.
+ The photos of our beautiful summer events are always in the July's of the past
years.